Wie sieht’s denn hier aus?

Archiv:

Im August 2008 wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


Filmtipp: koreanisches Kino

Der südkoreanische Regisseur Park Chan-wook ist mit scheinbar eher etwas brutalen Filmen bekannt geworden und hat sich dann entschlossen, mal »so eine Art romantische Komödie« zu drehen. »I’m a Cyborg, But That’s OK« ist dabei herausgekommen: Young-goon hält sich für einen Cyborg und versucht, sich nur von Batterien zu ernähren, woraufhin sie in einer Nervenklinik landet. Die Geschichte, die ein bisschen wie ein Musical erzählt wird, steckt voller origineller Ideen und ist visuell sehr stimmig und mit vielen schönen Details umgesetzt. Jede Spinnerei hat ihre besondere Logik, und der Film schafft es, dass sich am Ende alles zu einem Kreis schließt.

Dabei handelt es sich letztendlich genauso viel oder wenig um eine romantische Komödie wie bei »Science of Sleep«, aber wer diesen Film mochte, sollte sich »I’m a Cyborg« (den ich persönlich sogar besser fand) keinesfalls entgehen lassen. Im letzten Jahr gab es bei der Berlinale dafür übrigens den Alfred-Bauer-Preis für neue Perspektiven in der Filmkunst.

Obwohl eigentlich schon von 2006, wird der Film laut Filmverleih demnächst dann auch in einigen Kinos in der Nähe zu sehen sein, nämlich am 8. September im Cinemaxx Heilbronn und am 17. im Citydrome Sinsheim.

(Vielen Dank für den Tipp!)


In der Danneckerstraße (Kreide #1)


Strandtiere

An einem Abend letzter Woche habe ich leider nur noch das Ende eines sehr spannenden Beitrags über Theo Jansen auf Arte

(wo schon öfter über ihn berichtet wurde) gesehen. Deshalb habe ich ein wenig recherchiert: Der niederländische Künstler, der auch Ingenieur ist, baut am Strand von Delft riesengroße kinetische Wesen, die, nur durch Wind angetrieben, »selbst« herumlaufen und sich, wenn Sturm aufkommt, alleine im Sand verankern. Sie weichen natürlich auch Hindernissen aus und kehren einfach um, wenn sie zu nah ans Wasser kommen … Auf Youtube habe ich einen Werbespot von BMW gefunden, der 2006 in Südafrika mit Jansen gedreht wurde:

Unbedingt sollte man sich auch sein Rhinozeros ansehen.


My Little Pony

Hach, schön — heute ein bisschen Twee-Pop: »My litttle Pony« ist eine recht junge Band aus Oslo; das nette Video zu diesem Lied stammt von Sigurd Fandango und Vegard Setrom.

(entdeckt bei ktinka)

18. August 2008

Fremd- und Selbstwahrnehmung

Auf praegnanz.de und Fontblog

gab’s gestern einen tollen Linktipp zu einer Seite der italienischen Agentur Pixelheads, auf der man sich ganz schnell und leicht ein Manga-Alter-Ego erschaffen kann. Das haben Ronald und ich dann an uns beiden getestet (natürlich ohne voneinander abzuschauen …). Hier ist, was dabei rausgekommen ist:

Oben jeweils die Eigen-, unten die Fremdwahrnehmung — sehr interessant!

Und weil’s so Spaß gemacht hat, habe ich aus unseren Versuchen gleich noch eine Synthese erstellt. Und ich glaube tatsächlich, dass die beiden folgenden Bilder uns dann auch fast schon ähnlich sehen …


Rock with Fakir

Im Frühling hatte Underware zu einem lustigen Wettbewerb aufgerufen, in dem es darum ging, für die lauteste Band der Niederlande, Orange Sunshine, ein Platten-Cover zu entwerfen: Die Schrift »Fakir« hatte die Band, die ihr Aufnahmestudio wohl direkt unter dem Underware-Büro hat, zu zwei neuen Nummern inspiriert. Zu gewinnen gab’s die komplette Underware-Fontbibliothek — klar will ich die haben! Also hab ich mitgemacht, und vor ein paar Tagen fiel dann die Entscheidung; auch wenn die Jury meinen Entwurf eigentlich ganz schön blöd fand, bin ich doch irgendwie auf Platz vier gelandet …
[Leider kann ich nicht alles, was die drei im Video sagen, verstehen. Kann mir jemand helfen?] Naja, gewonnen hab ich dann nun doch nicht alle Underware-Schriften, aber immerhin die Fakir-Displayfonts und natürlich auch ein Exemplar der letztendlichen Platte ;)


Mohrenköpfle bei Schleich

Mal wieder ein Beitrag zu meinen derzeitigen Lieblingstieren: Der Spielwarenhersteller Schleich hat seit diesem Jahr auch zwei Schwäbisch-Hällische Landferkel in seinem Bauernhofprogramm (fehlt nur noch ein Schwäbisch-Hällischer Landeber …). Bei Schleich wird ja bekanntlich besonders darauf geachtet, dass die Tiere möglichst naturgetreu wiedergegeben werden, und ich finde, gerade bei den Augen ist das hier hervorragend gelungen!


Filmquiz

Swissmiss empfiehlt heute ein Quiz für Leute, die sich sowohl für (amerikanisches) Kino als auch für Typo interessieren. Obwohl beides auf mich zutrifft, habe ich es auf lächerliche zwei von 46 Punkten geschafft …

12. August 2008

Lego

Wie schön, dass Legosteine erfunden worden sind! Ich kenne erwachsene Männer, die sich mit ihren Kumpels zu Legonachmittagen verabreden — und mir würde sowas sicher auch Spaß machen … Heute will ich eine kleine Sammlung von Legoprojekten zeigen.


{Fotos mit freundlicher Erlaubnis von Jan Vormann}

Jan Vormann ist Student an der Hochschule für Angewandte Kunst in Sankt Petersburg. Im letzten Jahr hatte er die tolle Idee, die altersschwachen Mauern des kleinen italienischen Ortes Bocchignano, etwa eine Stunde von Rom entfernt, mit Legosteinen auszubessern.
(via Please Sir)

Der Amerikaner Brendon Powell Smith hat die Bibel mit Legofotos nacherzählt. »Das 1. Buch L.« kam 2004 auch in Deutschland heraus.

Überhaupt sind Legos sowohl bei Profi- als auch Hobbygestaltern schon seit einiger Zeit extrem beliebt; es gibt für sie sogar ein eigenes Animationsfilmgenre, den Brickfilm, (der natürlich auch bei Youtube zahlreich vertreten ist).

Und weil ich in meinem Blog doch eigentlich viel mehr von meinen eigenen Arbeiten zeigen wollte, hier ein Auszug aus einem Fotobuch, das ich während des Grundstudiums gemacht habe: die Traumhäuser verschiedener Leute, die mir damals begegnet sind.