Wie sieht’s denn hier aus?

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Im Oktober 2008 wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


Was ist denn jetzt los?

Nachdem es den letzten Schnee hier zu Ostern gab, ist in Schwä­bisch Hall seit heute offenbar schon wieder Winter!


Kokosnussspielchen

Sven hat ein so amü­santes Spiel ent­deckt, dass ich es gleich wei­ter­emp­fehlen will: Das Kokos­nuss­rennen. Es hat ein biss­chen gedauert, bis ich kapiert habe, wie es funk­tio­nieren soll, aber nach ein paar Anfangs­schwie­rig­keiten — und trotz eines ziem­lich däm­lich kon­stru­ierten Hin­ter­rades — hat mein Wagen es auf ganze 80% Effek­ti­vität geschafft. Yeah!


Freilandleitungen

Zwei Arbeiten zum Thema Strom­lei­tungen: #1 ist das Alphabet »Gara­mond Power­line« von Daniel Adolph aus Berlin (via). Und #2 ist die Arbeit »Pins & Threads« der Tex­til­de­si­gnerin Debbie Smyth, die Elek­tro­masten und -lei­tungen mit Steck­na­deln und Fäden nach­ge­bildet hat (via). Hier gibt’s ein kleines (eng­lisch­spra­chiges) Inter­view mit Debbie, die ansonsten übri­gens auch andere hüb­sche Sachen macht.

23. Oktober 2008

»Die Vipern von Montesecco« — Buch zu verschenken, #2

Simon hat mir neu­lich einen seiner Krimis geschenkt: Bern­hard Jau­manns »Die Vipern von Mon­tesecco« (2005). Jau­mann ist ein deut­scher Autor, der 1957 geboren wurde und ziem­lich viel in der Welt her­um­ge­kommen ist. Vor einigen Jahren hat man ihm den renom­mierten Glaus­er­preis ver­liehen — zwar für ein anderes seiner Werke, aber auch dieses hier hat hau­fen­weise gute Kri­tiken bekommen: hier bei­spiels­weise.

Mon­tesecco ist ein sehr kleines ita­lie­ni­sches Dorf, in dem nur wenige Leute leben. Nach zwei Todes­fällen gerät die Ord­nung im Dorf aus ihrem Gleich­ge­wicht; jeder ist ver­dächtig. Etwas Beson­deres an diesem Krimi ist, dass es keine wirk­liche Ermitt­ler­figur gibt. Alle Dorf­be­wohner ver­su­chen zusammen und gegen­ein­ander, mit den ihnen zur Ver­fü­gung ste­henden Mit­teln einen Schul­digen zu finden. Dabei folgen sie einer ganz eigenen ver­schro­benen Logik, wie es sie wohl nur in einer gut abge­schot­teten Gemein­schaft und in sehr heißen Som­mern geben kann. Das Innen­leben dieser Men­schen, ihre Gedan­ken­gänge und die von ihnen her­bei­kon­stru­ierten Zusam­men­hänge sind ganz groß­artig beschrieben.

Manchmal ist es gut, ein Buch zu lesen, das nicht ganz so span­nend ist, so dass man es auch mal weg­legen kann, wenn die Arbeit ruft, die Zug­fahrt zu Ende ist oder Freunde zu Besuch kommen wollen. »Die Vipern von Mon­tesecco« gehört für mich mit in diese Kate­gorie. Und trotzdem ist es ein sehr gutes Buch (auch wenn ich anchmal viel­leicht ein kleines biss­chen eine Iden­ti­fi­ka­ti­ons­figur ver­misst habe).

Leider kann ich nicht alle meine Krimis behalten, und diesen hier — obwohl schon ein wenig zer­lesen — würde ich gerne wei­ter­schenken. Möchte ihn jemand haben?

Update, 2. November 2008: Inzwi­schen ist das Buch in guten Händen gelandet und wird sich dann als nächstes via Book­Cros­sing auf eine hof­fent­lich weite Reise machen :)

19. Oktober 2008

Marienkäfer

Darf ich vor­stellen? In meinem DaWanda-Lädchen gibt es jetzt neue Anste­cker, und zwar die beiden Mari­en­käfer Yolanda und Kim.

14. Oktober 2008

Lucanus Cervus: der Hirschkäfer

Bei dem freund­li­chen Trödel- und Antik­händler im Haal in Schwä­bisch Hall habe ich diese gerahmte Albrecht-Dürer-Postkarte erstanden. Ich wüsste gerne, von wann der Druck ist, aber ich traue mich nicht, den so sorg­fältig ver­klebten Rahmen hinten zu öffnen. auf der Rück­seite konnte ich nur die Ver­lags­an­gabe »F.A. Acker­manns Kunst­verlag Mün­chen« und leider keine Jah­res­zahl finden. Im Ori­ginal ist das Bild übri­gens auch nur 11 x 14 cm groß.


{Foto mit freund­li­cher Erlaubnis von Brian Chan}

Und wo wir gerade beim Thema sind: Das MIT war mir bisher nicht in erster Linie durch seine gelun­genen Ori­ga­mi­ar­beiten ein Begriff … Aber seit ich die Bil­der­ga­le­rien vom Ori­gaMIT-Club gesehen habe, hat sich mein Bild vom MIT ein biss­chen gewan­delt. Beson­ders cool sind die Insekten von Brian Chan — mein Lieb­lings­stück ist dieser Hirsch­käfer, wohl nicht zuletzt des­halb, weil er dem von Dürer so ähnlich sieht.
(gefunden bei Monster-Munch)

Nach­trag: noch mehr Ori­gami, aber diesmal im Bewegt­bild — In diesem Fünf­mi­nüter wird die Geschichte der japa­ni­schen Sport­schuh­firma Asics nach­er­zählt.


»Was ist schon ein Bankräuber gegen einen Bankdirektor?«

Der schöne Satz aus der Über­schrift stammt von Fritz Vogt, dem inzwi­schen pen­sio­nierten Direktor der Raiff­ei­sen­bank Gam­mes­feld und Haupt­person des Doku­men­tar­films »Schotter wie Heu« von Wil­trud Baier und Sigrun Köhler.

»Schotter wie Heu« ist ein Hei­mat­film über ein kleines hohen­lo­hi­sches Dorf und dessen noch klei­nere Bank ohne Com­puter, dafür aber mit aller­hand kuriosen Gege­ben­heiten aus dem Alltag der Dorf­be­wohner. Im Pres­se­heft (hier als PDF-Download) erzählen die beiden Regis­seu­rinnen sehr unter­haltsam von den Dreh­ar­beiten.

Der Film ist ja eigent­lich schon von 2002, aber nach wie vor extrem beliebt. Fritz Vogt wird morgen, am 10. Oktober ab 20 Uhr bei der Film­vor­füh­rung im Wal­den­burger Kul­tur­verein Gleis 1 dabei sein und Fragen beant­worten (Wal­den­burg ist etwa 15 km von Schwä­bisch Hall ent­fernt). Schade, zu dem Zeit­punkt werde ich leider in Stutt­gart sein, aber viel­leicht ist dieser kurz­fris­tige Tipp ja noch für den ein oder anderen aus der Gegend, der hier vor­bei­schaut, inter­es­sant …

Update: Hier kann man sehen, wie die Geschichte wei­ter­geht (ab Minute 1:48).

Nach­trag, 7. März 2009: Das nächste Mal gibt’s Fritz Vogt im Kino Klappe im schönen Kirch­berg an der Jagst zu sehen, und zwar am kom­menden Don­nerstag, den 12. März. Gezeigt wird aber nicht »Schotter wie Heu«, son­dern »Let’s make money«, und danach wird dis­ku­tiert. Diesmal gehen wir hin, ich bin gespannt.

09. Oktober 2008

Straßburg & Form 1382, #2

Von Stutt­gart aus ist es nach Straß­burg gar nicht weit, beson­ders wenn man den TGV nimmt ;) In einer guten Stunde ist man da. So ein TGV ist super: Wenn man will, bekommt man dort sogar Wein »prêt à boîre« in einem mit Alu­folie ver­sie­gelten Gläs­chen. Außerdem ist er nie über­füllt, und man hat (zwangs­läufig) immer einen Sitz­platz — nur spontan Ver­reisen ist halt schwierig, weil die Züge zu den Kern­zeiten meist schon lange im Voraus aus­ge­bucht sind. So kam es, dass wir kürz­lich an einem Sams­tag­morgen in aller Frühe in Straß­burg ankamen und meine geliebte Épicerie (schönes neues Erschei­nungs­bild übri­gens von my Beau­tiful!) noch geschlossen hatte. Also sind wir in die erst­beste Bäckerei gegangen, die schon auf war: Brioche dorée. Im ersten Stock gibt es dort Tische und Stühle, und an der Wand hängen Bilder, wie es sie in jeder fran­zö­si­schen Bäckerei gibt, die »tra­di­tio­nell« wirken will: schwarzer Hin­ter­grund, hand­ge­machte Typo­grafie und gene­rell auf alt getrimmt.

Eines dieser Bilder ist mir ins Auge gefallen, weil es näm­lich ein Por­trait meines Form-1382-Kännchens ist. Bei den anderen scheint mir aller­dings ein biss­chen künst­le­ri­sche Frei­heit mit im Spiel gewesen zu sein; zumin­dest gibt es da einige Details, die nicht zur Form 1382 passen — oder stellen die unteren drei Bilder viel­leicht Teile aus ganz anderen Serien dar?