Wie sieht’s denn hier aus?

Archiv:

Im Februar 2009 wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


Nett gemachte Wetterseite

Schaut mal: Steffi Gloor und Kurtli Riedi aus Basel haben sich das hier ein­fallen lassen. Viel­leicht ist Eure Stadt ja dabei …
(via Netz­log­buch)

Ergän­zung, 27. Februar 2009: Gerade habe ich bei Style­Spion eine ganz ähnliche Web­site aus Sta­vanger in Nor­wegen ent­deckt. Mit dem Wetter hat die zwar rein gar nichts zu tun, aber das Prinzip ist das gleiche (bloß etwas auf­wen­diger umge­setzt). Hier das Making of dazu.

26. Februar 2009

Klassiker: Nina Simone als Knettrick-Katze

Dieses Film­chen stammt von Peter Lord/Aardman und ist schon über 20 Jahre alt (von 1987). Das Lied an sich wurde 1928 geschrieben und Nina Simone hat’s erst­malig 1958 gesungen — immer noch schön!

22. Februar 2009

Sichtschutzmuster aus Briefumschlägen

Ist Euch schon mal auf­ge­fallen, wie viele ver­schie­dene Arten es von diesen Sicher­heits­mus­tern gibt? Vor ein paar Jahren hatte ich mal einen Kunden, der im Rahmen einer Geschäfts­aus­sttat­tung eines brauchte — bis dahin dachte ich ja, die seien genormt … Sind sie aber ganz offen­sicht­lich nicht, man muss sie sich nur mal ein biss­chen genauer anschauen:

#1 scheint mir das am häu­figsten ver­wen­dete Muster zu sein, #2 ist das der Spar­kasse, #3 das der Arbeits­agentur. #4 kommt hierher, #5 von der Firma Datev, #6 und #7 von der Telekom (wo man wohl zwi­schen normal geheimen und sehr geheimen Briefen unter­scheidet). Bei #8 hat die Tech­niker Kran­ken­kasse ein Muster aus ihrem Logo erstellt. #9 und 10 sind meine bis­he­rigen Lieb­linge: von der Bau­spar­kasse Schwä­bisch Hall und den Éditions Pyramyd aus Paris. Und #11 ist mal was ganz anderes, näm­lich die Rück­seite einer Memo­ry­karte.

Eine ganze Weile sammle ich diese Muster nun also schon. Mir ist nur nie ein­ge­fallen, was ich eigent­lich mal damit anfangen will. Ein paar haben immerhin Anwen­dung in kleinen Col­lagen und Bas­te­leien gefunden, aber die richtig zün­dende Idee kam mir noch nicht … Jetzt kam Becky Johnson von Sweetie Pie Press mir zuvor und hat ganz ein­fach But­tons draus gemacht. Super, oder? Und eine viel schö­nere Samm­lung als meine hat sie oben­drein!


Supermarktfund: Chips aus Schokolade

Kennt Ihr die?! Neu­lich im Super­markt um die Ecke, an einer Stelle ganz oben im Regal, wo ich sonst nie hin­gucke, habe ich diesen Schatz ent­deckt: Scho­ko­blätter von Aldente. Erstaun­li­cher­weise hat diese scheinbar nicht beson­ders große Firma aus Soest darauf ver­zichtet, ihr Logo auf die Vor­der­seite der Ver­pa­ckung zu bringen. Gute Idee, muss ich da sagen — das ist doch mal ein mutiges und aus­ge­spro­chen gelun­genes Ver­pa­ckungs­de­sign!

Sehr lecker sind sie, nebenbei gesagt, auch noch. Und es gibt davon noch wei­tere Sorten: Kara­mell würde ich ja gerne mal pro­bieren — nur in wel­chem Laden soll ich die bei uns bloß finden?

Und wo wir gerade beim Thema sind, möchte ich Scho­ko­lade geht immer erwähnen. Da gibt es noch eine Menge anderer guter Emp­feh­lungen.

16. Februar 2009

Meine_Handschrift.ttf

Schon wieder gibt’s bei Sven ein cooles Spiel­zeug zu ent­de­cken! Über YourFonts.com kann jeder extrem schnell, ein­fach und kos­tenlos aus der eigenen Hand­schrift — oder was einem sonst noch ein­fällt — einen Font erstellen: zwei Blätter mit etwas mehr als 200 Zei­chen füllen, ein­scannen, hoch­laden, fertig. Klar, meine echte Hand­schrift trifft das noch nicht so ganz. Dazu schreibe ich zu ver­bunden, und da müsste man schon noch etwas Mühe rein­ste­cken. Aber die recht große Zahl an Zei­chen bietet den­noch viele Mög­lich­keiten (zum Bei­spiel um Son­der­zei­chen, die man nicht braucht, umzu­funk­tio­nieren). So leicht wurde es einem wohl noch nie gemacht, und eine nette Spie­lerei ist es allemal.

15. Februar 2009

Designklassiker: IQ light

Zuge­geben: Bis vor Kurzem habe ich selbst nicht gewusst, dass es sich bei dieser Lampe, die ich natür­lich schon oft (und etwas zu oft in den über­füllten Schau­fens­tern kleiner Eso­te­rikläden) gesehen hatte, um einen echten Desi­gnklas­siker han­delt … Nichts­des­to­trotz: Das modu­lare Lam­pen­system »IQ light« wurde 1972 vom däni­schen Desi­gner Holger Strøm erfunden, wobei IQ für Inter­lo­cking Qua­dri­la­te­rals steht.

Seit mir vor Jahren mal ein junger Mann in einem Bas­tel­laden eine seltsam schiefe Scha­blone gezeigt und behauptet hatte, er würde daraus eine Lampe machen, wollte ich das auch unbe­dingt mal aus­pro­bieren. Aber es ist gar nicht so ein­fach, eine Anlei­tung zu finden, wenn man nicht viel mehr als »Lampe aus zusam­men­ge­steckten Ein­zel­teilen« googlen kann … Wie auch immer, quasi zufällig bin ich fündig geworden. Für die recht kleine Lampe auf dem Foto habe ich 0,2 mm starke Lam­pen­schirm­folie mit Nes­sel­stoff bezogen. Grö­ßere Lampen brau­chen sicher dickere Folie. Am kniff­ligsten ist das Zusam­men­setzen (von wegen IQ! — fast hätte ich auf­ge­geben), am besten nimmt man für den Anfang nicht mehr als 30 Puz­zle­teile.

Wer Spaß dran findet, kann die Lampe dann in x ver­schie­denen Ver­sionen machen: nicht nur mit unter­schied­li­cher Anzahl an Teilen, son­dern auch mit etwas anderen Scha­blonen (hier im Mexican Style) oder ins­ge­samt sehr viel freier inter­pre­tiert.


Birnbaum, hurra!

Die Film­be­wer­tungs­stelle in Wies­baden hat uns soeben mit­ge­teilt, dass man beschlossen hat, Ronalds Kurz­film »Birn­baum« das Prä­dikat »beson­ders wert­voll« zu ver­leihen — das ist sozu­sagen die Best­note:

Inter­es­sant und detail­reich ist diese Erzäh­lung mit den sparsam ein­ge­setzten Dia­logen. […] Eine ide­en­reiche und unkon­ven­tio­nelle Mischung aus expe­ri­men­tellen Ele­menten, kunst­his­to­ri­schen Anleihen, aus­drucks­starken Farben und bewussten Irri­ta­tionen irgendwo zwi­schen Sur­rea­lismus und kon­kreter Aus­ein­an­der­set­zung mit der Ver­gäng­lich­keit.
[…]
Wenn man bedenkt, wie viel an diesem expe­ri­men­tellen Kurz­film hätte schief gehen können, wie groß die Gefahr war, dass ein fal­scher Ton, ein schlecht aus­ge­wählter Dar­steller oder ein zu deut­li­ches Zei­chen ihn in manie­rierten Kitsch ver­wan­delt hätte, muss man den gelungen umge­setzten, radi­kalen Stil­willen des Fil­me­ma­chers mit dem höchsten Prä­dikat bewerten.

Ich freue mich riesig, schließ­lich war ich daran ja auch ein biss­chen betei­ligt. Die Schau­spie­lerin, die man oben sehen kann, ist übri­gens Malina Ebert, Kame­ra­mann war Vadim Belo­kovsky, Sze­nen­bild­nerin war Katrin Maria Bott, die Gra­fiken sind von mir :)


»Her Morning Elegance« in Stop-Motion

Hach, es gibt ja so viele tolle Musik­vi­deos! Gerade habe ich bei Nicki schon wieder eines ent­deckt, das ich nicht unge­b­loggt lassen kann …

Das Lied ist von Oren Lavie, der in Berlin, New York und Tel-Aviv lebt. Das Video ist unter anderem von Yuval und Merav Nathan; bei Mys­pace findet man auch die genaueren Credits.


Notizbuch für Streetart-Freunde

Super! Sher­wood Forlee aus New York hat das Walls Note­book erfunden, ein Skizzen- oder Notiz­buch mit Bil­dern von leeren Wänden für alle, die sich mal ein biss­chen in Streetart üben wollen. Unter dem Menü­punkt Gal­lery kann man das sogar gleich online tun (man beachte meine schöne Katze).

Kaufen kann man das 160-Seiten-Buch ab Anfang März.