Wie sieht’s denn hier aus?

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Im April 2009 wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


Typo-Quiz

Beim Verband Druck + Medien NRW gibt es ein gar nicht so einfaches Quiz, in dem es nicht nur darum geht, Schriften zu erkennen, sondern auch um Sonder- und nicht-lateinische Zeichen. (via spatium)

Und bei Sara Newton gibt es dann noch ein sehr einfaches, zum Trost für alle, die das obere zu schwer fanden … (via How about orange)


Fernsehtipp: Oliver Storz

Vorgestern Abend waren wir im Kino im Schafstall auf der Vorpremiere von »Die Frau, die im Wald verschwand«, einem Film, der zu großen Teilen in Schwäbisch Hall gedreht wurde. Oliver Storz, Grimmepreisträger, Autor und Regisseur des Filmes, der hier aufgewachsen ist und in den nächsten Tagen übrigens 80 wird, war auch dabei. Er hat beteuert, wie sehr er sich mit der Stadt verbunden fühlt und wie schön es für ihn war, noch einmal hier zu drehen. Der Film selbst spielt allerdings gar nicht in Hall, sondern in der fiktiven schwäbischen Kreisstadt Großgelden …

Erzählt wird die Geschichte von drei Menschen Mitte der 50er-Jahre, die auf sehr unterschiedliche Weise mit ihren Kriegserfahrungen umgehen und aufgrund dessen zwangsläufig in Konflikt geraten. Das ganze ist geschickt erzählt, dabei aber stark theaterartig inszeniert; im Wesentlichen gibt es auch nur drei Schauspieler. Besonders bemerkenswert sind die schön gewählten und mit viel Wirtschaftswundercharme ausgestatteten Locations (gedreht wurde auch in Schwäbisch Gmünd, Stuttgart, Leutkirch und Gifhorn).

Der Film wird am Mittwoch, den 29. um 20:15 Uhr und am Donnerstag, den 30. April 2009 um 10:30 Uhr in der ARD laufen. Filmstills gibt es hier.


BB: »Nue au soleil«

Dieses Lied ist mir neulich irgendwo in Stuttgart begegnet. Gesungen hat’s Brigitte Bardot, und zwar 1970. Klingt doch irgendwie ganz aktuell. Für mich hätte es ja glatt das Zeug zum diesjährigen Sommerhit … Komponiert hat es Jean Fredenucci, und hier ist auch schon mal der Text von Jean Schmitt zum Mitsingen ;)

On ne peut pas, comme ça, se promener dans la rue
On ne peut pas, même si l’on voulait vivre nu
Et pourtant sans être impudique, au fond

J’avoue franchement que c’est grisant

Nue au soleil
Complètement
Nue au soleil
Complètement

Quand le printemps fait éclater tous les bourgeons
Mes vêtements me pèsent d’une étrange façon
Et soudain, dans mon imagination
Je me vois cachée, dans les rochers

{…}

J’ai des visions de vagues et de fruits tropicaux
Quand ses rayons, tendrement, caressent ma peau

Je suis bien et le monde tourne rond

Je ne pense pas, j’ouvre les bras

{…}


Ein Herz für Blogs


Kai Müller
hat sich überlegt, dass genau heute ein Tag sein könnte, an dem ich mal ein paar lesenswerte deutschsprachige Blogs vorstelle, die ich (noch) nicht in der Blogroll habe. Na gut, dann nenne ich mal ein paar Mädchenblogs, die ich ab und zu ganz gerne anschaue, weil sie alle (mal mehr, mal weniger) mit den sehr schönen Themen Basteln, Nähen, Mode, Styling und Design zu tun haben, meist auch gut durchmischt mit Privatkram … Über das »deutschsprachig« sehe ich einfach mal großzügig hinweg ;)

Da wären also …

Nicole Kellmann, deren Blog passend zu meinem Stichwort auch gleich mädchenblogt heißt — Nicki studiert irgendwo in den Niederlanden, fotografiert, zeichnet und hat auf ihrem Blog auch immer mal wieder Abspiellisten mit schöner Musik.

Pia Jane Bijkerk mit ihrem (blog)house — Pia ist Stylistin, kommt aus Australien und lebt jetzt auf einem Hausboot (!) in Amsterdam. Nebenbei spielt sie Klavier und arbeitet an einem Buch.

Clara Lidström alias Underbaraclara — die anscheinend gerade erst so um die 20 ist, in Umeå lebt und leider auf Schwedisch schreibt. Dass mein Schwedisch dafür nicht ausreicht, ist aber nur halb so schlimm, denn bei Clara findet man einen Haufen erstaunlich professionell wirkende und sehr vielseitige Vintage-Selbstportraits, außerdem Fotos von niedlichen schwedischen Wohnungen und ihrem allerniedlichsten Hund.

Jessica aus Hamburg mit Frau Liebe — ihr Blog ist eine sehr unterhaltsame Mischung aus Näh-, Bastel-, Sachensammel- und Alltagsgeschichten. Beeindruckend: Sie kennt ein Rezept für Kacki-Kekse, das noch besser ist als im Großen Buch vom Backen & Bauen!

Gemma O’Brien mit for the love of type — bei Fontblog wurde vor einer Weile ja intensiv gerätselt, wer hinter diesem Blog steckt; fest steht wohl, dass Gemma in Australien lebt und es bei ihr superschöne Typoillustrationen zu sehen gibt.

Catherine Hug aus Berlin mit Hyggelig, wo es Wohnungsinspirationen und Selbstmachtipps gibt, die ziemlich genau meinen Geschmack treffen.

Choklit Chanteuse aus Kalifornien, von der ich gar nicht weiß, wie sie wirklich heißt, zeigt sehenswerte Kostüme und Kram aus ihrer Steampunk-Welt, schreibt in lustig alt angehauchtem Englisch und singt im Übrigen für den Baby Seal Club.

Monica Ewing aus der San Francisco Bay mit Craftynest und vielen hübschen Ideen und Anleitungen in Vorher-Nachher-Manier.

Holly Becker (die man vor allem von decor8 kennt) mit haus maus — hier erzählt Holly, die zum Teil in New Hampshire und zum Teil in Hannover lebt, wie sie hier in Deutschland ihre Wohnung einrichtet und über das Leben in beiden Welten.

– – – – –

Und als »Bonus« noch eines, das nun überhaupt nicht in diese Reihe passt, ich aber schon lange mal lobend erwähne wollte, nämlich Coffee & TV von Lukas Heinser aus Bochum — ein Blog über Gott und die Welt und Popkultur, das einfach gut geschrieben ist.

Also: schaut da doch mal vorbei.


Ostern: Jetzt schon ein Jahr in Schwäbisch Hall


Umfrage: Die Lebensumstände selbstständiger Designer

Wie leben selbstständige Designer nach dem Studium?
Wie viele arbeiten eigentlich in ihrem gelernten Beruf?
Wie viele sind mit ihrer Berufswahl zufrieden und
wurden Sie gut auf die Selbstständigkeit vorbereitet?

Für alle, die es noch nicht durch das Fontblog wissen: Die wirtschaftliche Situation von Designern nach dem Berufsstart ist statistisch offenbar nicht allzu gut erfasst und Christian Büning möchte per Onlineumfrage mehr darüber erfahren. Die Teilnahme dauert nicht lange, ist anonym und wird nach der Auswertung auch beim Bund Deutscher Grafikdesigner veröffentlicht. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Hier geht’s lang.

Update, 2. Juli 2009:  Die Ergebnisse sind jetzt da. Und das 19-seitige PDF kann man sich beim BDG downloaden.

02. April 2009