Wie sieht’s denn hier aus?

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Im Mai 2009 wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


Paris, Paris, Paris, Paris

Wenn ich demnächst mal wieder nach Paris fahren würde (was zwar leider nicht in Aussicht ist, aber wer weiß …?), dann wüsste ich schon ganz genau, wie ich mich am besten darauf vorbereite:

Erstens: Mit dem frisch herausgekommenen und bereits vielgelobten Buch von Pia Jane Bijkerk, »Paris: Made by Hand« (in Deutschland kann man’s über Amazon bekommen). Pia stellt hier 50 kleine und besondere Läden oder Ateliers vor, in denen es handgemachte, inspirierende, alte und neu kombinierte Sachen zu sehen und zu kaufen gibt. Nebenbei erzählt sie ein bisschen über die Besitzer und deren Philosophie. Super ist, dass zu fast allen auch eine Website oder gar ein Onlineshop genannt werden — ein schöner Trost, wenn man eben nicht in Paris ist, sondern zu Hause am Rechner sitzt … Noch mehr Infos hier.

(Auf dem obersten Bild rechts sieht man übrigens eine französische Variante der Einmachglaslampe, die ich kürzlich erwähnt hatte. Diese hier ist aber aus Marmeladengläsern gemacht und kann bei The Collection auch bestellt werden.)

Zweitens: Mit »Paris secret et insolite«, einem ungewöhnlichen Reiseführer-Klassiker von Rodolphe Trouilleux, der schon in der x-ten Auflage herauskommt, und der von Touristen weniger besuchte, aber dafür umso interessante Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten vorstellt, wie zum Beispiel Häuserfassaden mit skurrilen Details oder vergessene Winkel, Hinterhöfe und geheime Durchgänge. Inzwischen gehört auch ein Blog dazu. Fast alles gibt es allerdings nur auf Französisch; eine Buchausgabe ist immerhin in Englisch erhältlich. Und wer nur Deutsch kann, der bekommt in diesem Artikel des Schweizer Tagesanzeigers oder diesem bei Spiegel-Online zumindest ein paar Tipps.

Drittens: Mit dem Kurzfilm »Le ballon rouge« von Albert Lamorisse, in dem man sehr schön sehen kann, wie es vor noch gar nicht so langer Zeit, nämlich 1956, in Ménilmontant aussah …

Viertens: Und wo wir gerade bei Paris in den Fünfzigern waren — hier gibt es Flickr-Set mit Fotos aus den Sechzigern.

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If I planned to go to Paris again soon (which is not the case, unfortunately, but you never know …), this is how I would prepare for the trip:

1 With Pia Jane Bijkerks freshly released and already often recommended book »Paris: Made by Hand«. Pia presents 50 small and special shops or ateliers, in which you can see or buy handmade, inspiring, old and new combined things. She tells about the owners and their philosophy, as well. For almost everyone a website or even an online-store is mentionned — which is great for those of us who are not in Paris, but at home in front of their computer screens … More information here.

2 With »Paris secret et insolite«, an unusual travel guide classic by Rodolphe Trouilleux. The book features places, that are less visited by tourists, but nevertheless very interesting, such as building facades with whimsical details or forgotten corners, backyards and secret passageways. The book is available in English.

3 With the short film »Le ballon rouge« by Albert Lamorisse, where you can see how it looked like at Ménilmontant in 1956 …

4 And while talking about Paris in the fifties — here’s a beautiful Flickr set with photos from the sixties.


Musikempfehlung: EardrumsPop

Dass Coldplay ihr aktuelles Album gegen Angabe einer E-Mail-Adresse zum kostenlosen Download anbieten, weiß — unter anderem dank Spreeblick — vermutlich inzwischen längst jeder …

Aber kennt ihr auch schon EardrumsPop? Knut B. Lindbjör aus Norwegen hat dieses Label vor zwei Jahren gegründet. Inzwischen hat er 12 Compilation-Alben mit wirklich empfehlenswerter Musik von kleinen und mehrheitlich nicht allzu bekannten Bands zusammengestellt, die ihm ihre Musik dafür ausdrücklich und legal zur Verfügung stellen (darunter auch alte Bekannte wie My Little Pony). Knut beschreibt seine Auswahl so:

All of the compilations made so far have MELODY as a key element. They feature indiepop, shoegaze, folk-inspired songs, electronica and more experimental music, but everything is highly melodic, always. (hier)

Bisher sind das 286 Titel mit insgesamt über 15 Stunden Länge, und zum Downloaden braucht man noch nicht mal eine E-Mail-Adresse … ;) Dazu bekommt man jeweils auch noch ein PDF mit näheren Infos.

Und obwohl es das alles ausschließlich digital gibt, haben die Alben meist sehr schön gestaltete Cover von tollen Illustratoren. Oben sieht man vier Beispiele von Souther Salazar aus Los Angeles, Alex Ostrowski aus London, Julia Guther aus Berlin und Scott Van Pelt aus Orlando (im Uhrzeigersinn).


Wir waren mal wieder in …

Wackershofen (#4) und haben die neuen Mohrenköpfleferkel kennengelernt:

Zufällig habe dabei erfahren, dass es noch andere, ähnlich hübsche Schweine gibt, nämlich die Bunten Bentheimer. Leider konnte ich bisher nicht herausfinden, ob und wo man sich die hier in der Nähe mal angucken kann :(

Hat jemand einen Tipp?


Selbstmachlampen

Vor ein paar Monaten hatte ich an dieser Stelle schon einmal die schönen Teetassenlampen von domestic construction vorgestellt. Man kann sie bei Etsy bestellen, aber sie sind leider gar nicht so günstig. Sicher kann man so etwas auch irgendwie selber machen, aber für die Sache mit dem Porzellan habe ich spontan erstmal keine Lösung (oder kein Werkzeug) parat …

Zum Glück für mich gibt es Das rote Paket. Dort hat man nämlich neulich zu einem Ideenwettbewerb für Ready-Made-Leuchten aufgerufen. Vorgabe war, dass so eine Lampe ganz einfach nachzubauen sein muss, nicht mehr als 40 Euro kosten darf und nebenbei auch noch gut aussehen soll. Die Einreichungen sind jetzt online. Und es sind etliche gute Ideen dabei.


{Fotos mit freundlicher Erlaubnis von Das rote Paket}

Meine Lieblinge sind:
LE mal 6, an einer Steckerleiste (!) hängende Glühbirnen von Bernhard Elsässer aus Halle / Saale
Tortenspitzen von Monika Mehlitz aus Olching
& Lichtsalat mit einem Lampenschirm aus einem Seiher von Martin Klindtworth aus Leipzig

Nächste Woche ist dann die Siegerehrung; ich bin sehr gespannt, ob es einen meiner Favoriten trifft!

Eine sehr hübsche Übung für Bastler ist übrigens auch Jessicas Nachttischlampe aus Eisschirmchen. Außerdem schön: die Hängelampe aus Einmachgläsern bei Design*Sponge. Wer’s dann doch ein bisschen klassischer mag, dem gefällt vielleicht die Wickellampe aus Hanffasern von Craftynest. Und hier gibt’s zu guter letzt noch eine Anleitung von Paul Lowe für eine Stehlampe aus alten Teekannen.

Update, 12. Mai 2009: Hier sind jetzt die drei Das-rote-Paket-Gewinner zu sehen. Und bei Platz 1 waren die Jury und ich sogar derselben Meinung ;)


Bloggeburtstag & Bloggeschenk

Wow: Heute vor einem Jahr habe ich hier zum ersten Mal etwas veröffentlicht. Für mich sehr seltsam, denn so wie es sich entwickelt hat, war das alles ja eigentlich gar nicht geplant … Egal, ich »gebe einen aus«, und zwar ein 19 × 25 cm großes Moleskine-Notizheft aus schwarzem Karton mit 80 blanko Seiten und einem Zebramotiv auf dem Cover. Wer es haben möchte, kann mir unter diesem Artikel bis zum 16. Mai einen Kommentar hinterlassen.

Update, 16. Mai 2009: Guten Morgen und danke für die Glückwünsche ;) Die Auslosung habe ich mir leicht gemacht, indem ich einfach jemanden gebeten habe, an eine beliebige Zahl zwischen 1 und 5 zu denken … und das Heftchen geht nun an meine Namensvetterin Julia, Kommentar Nummer 5 — mailst Du mir Deine Adresse?


Mein aktueller Ohrwurm: »Train Song«

Leslie Feist und Ben Gibbard haben kürzlich zusammen dieses Lied von Vashti Bunyan gecovert (für einen guten Zweck). Toll!

Hier der Vollständigkeit halber auch das Original von 1966:

04. Mai 2009