Wie sieht’s denn hier aus?

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Im August 2009 wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


Sommernachtsfest 2009

Lichterfest in Schwäbisch Hall: 30.000 Kerzen, 3.500 Lampions, 8 Euro Eintritt.

Ohne die laute Musik und die ganzen Fressbuden hätte es noch viel, viel romantischer sein können (wohl aber nicht ganz so lukrativ).


Molle


Christina Courtin: »Foreign country«

Kennt Ihr Christina Courtin? Sie ist 1984 geboren, lebt in New York und hat diesen Sommer ihr Debütalbum veröffentlicht. »Foreign country« ist natürlich auch drauf und hier kann man es sich in der Albumversion anhören (die ich lieber mag als diese alte, ein kleines bisschen hysterische Live-Version auf Youtube …).

28. August 2009

A sticker a day

Als Kind habe ich einmal für eine Weile Bananenaufkleber gesammelt, die ich fein säuberlich auf kleine Kartons geklebt und in einem alten Briefmarkenalbum aufbewahrt habe. Ich weiß nicht mehr, was aus dem Album geworden ist oder wie voll es am Ende war … Auf jeden Fall war ich selbst überrascht, wie viele verschiedene solcher Aufkleber es tatsächlich gibt. Und sicherlich wäre ich begeistert gewesen, wenn es damals schon so ein tolles Sammelposter wie »An apple a day« von Vik gegeben hätte (das man ja bestimmt auch für andere Obstsorten umfunktionieren darf):

(via Design Milk)


Urlaub #4: Lyon

Lyon ist schon die letzte Station unseres Sommerurlaubs, von der ich hier berichten werde. Die Stadt ist nach Paris und Marseille die drittgrößte Frankreichs und hat sogar einen eigenen Mini-Eiffelturm, Tour métallique de Fourvière genannt.

Eine tolle Sache, die ich so bisher nirgends gesehen hatte, sind die Traboules in den älteren Stadtvierteln von Lyon: Das sind schmale, oft tunnelartige Durchgänge von einer Straße zur anderen, die durch Treppenhäuser und Hinterhöfe führen, so dass man früher bei der engen Bebauung einerseits Platz gespart hat und andererseits Dinge (beispielsweise wertvolle Seide) geschützt und trocken transportieren konnte. Eigentlich handelt es sich dabei also um Passagen auf privaten Grundstücken, aber die meisten Bewohner sind so nett, dass sie Touristen (zeitweise) den Zutritt erlauben. Spannend ist, dass man oft gar nicht so genau weiß, ob man nun tatsächlich auf der gegenüberliegenden Straße oder durch irgendwelche Verzweigungen ganz woanders rauskommt.

Ansonsten gibt es in einer so großen Stadt natürlich noch jede Menge anderer Sehenswürdigkeiten (Parc de la Tête d’Or, direkt daneben die Cité Internationale von Renzo Piano, …). Was man sich auf jeden Fall noch ansehen sollte, ist das Museum der Brüder Lumière, welches sich selbstverständlicherweise in der Rue du Premier Film befindet.

In Lyon hatten wir eine sehr hübsche private Unterkunft bei einer netten Familie in Les États-Unis (interessantes Viertel mit vielen bemalten Hochhausfronten), die ich bei Bedarf gerne weiterempfehlen kann.

15. August 2009

Urlaub #3: Ouroux

Kurz vor Lyon haben wir einen Abstecher nach Ouroux gemacht, noch genauer: nach La Serve zu den Roulottes von Pascaline & Pascal Patin. Die beiden haben einen großen Hof mit kleinem Teich, Fröschen, Hunden, Katzen, Pferden, Hühnern und einem Hahn mitten im Wald und restaurieren dort alte Zirkuswägen. Drei davon sind so eine Art Gästezimmer. Als wir ankamen, gab es Wolkenbruch und Stromausfall bis tief in die Nacht. Zum Frühstück bekamen wir dann Milchkaffee und sehr leckeren Honig (den man in der Imkerei im Nachbardorf auch kaufen kann) und alles war wieder gut :)

La Serve ist ein ganz besonderer Ort und für alle, die mal ein bisschen abschalten wollen, allerbestens geeignet. Es gibt ein paar hübsch fotografierte Bücher, in denen man sich etwas genauer informieren kann: Crazy Hotels von Bettina Kowalewski (deutsch, über allerhand Hotels), Les Roulottes von Jeanne Bayol und L’esprit Roulotte von Stéphanie Caumont (beide französisch und nur über Zirkuswägen).

14. August 2009

Urlaub #2: Burgund

Von Nancy nach Lyon sind wir zum Teil über die Landstraße durchs schöne Burgund gefahren. Unterwegs gab es atemberaubende Landschaft zu bewundern, und an wirklich jeder Straßenecke steht irgendein Schlösslein rum … Man fährt durch so bekannte Orte wie Cluny, Taizé und Belleville — wobei es zugegebenermaßen etwas fraglich ist, ob es sich bei letzterem wirklich um das Vorbild für den großartigen Animationsfilm von Sylvain Chomet handelt … ;)

Wer »Das große Rennen von Belleville« nicht gesehen hat, sollte dies übrigens unbedingt nachholen. Hier ein kleines Musikvideo mit Filmausschnitten … Ist das nicht nett, wie -M- hier (nachträglich) einfach mit hineingezeichnet wurde?

13. August 2009

Urlaub #1: Nancy

Ach jaaa, richtig: Wir waren auch mal in Urlaub und ich hatte versprochen, hier ein bisschen davon zu berichten … Nun gut, unsere erste Station war Nancy, eine Stadt, die ich schon von früher kannte und in der man sich vor allem eines anschauen kann: Jugendstil, Jugendstil & Jugendstil. Mein absolutes Lieblingsstück: die Löwenzahnlampe von Louis Majorelle, die noch bis Ende August in den Galeries Poirel ausgestellt wird.

Sehr niedlich und direkt in der Altstadt gelegen war übrigens unsere Unterkunft, das Hôtel de Guise.

12. August 2009

»Ein Sommernachtstraum« auf der großen Treppe

Schon seit 1925 finden auf dem Marktplatz von Schwäbisch Hall, genauer gesagt auf den 53 Treppenstufen, die zur Michaelskirche führen, die Freilichtspiele statt. Endlich haben wir uns das auch mal angesehen, und zwar die Inszenierung von Shakespeares »Sommernachtstraum«, die hier seit dem 17. Juli mehrmals pro Woche gezeigt wird. Es war ganz gut, finde ich. Auf den ein oder anderen hinzugedichteten Kalauer hätte man zwar verzichten können, aber vielleicht kann man sich sowas bei diesem Stück auch einfach nicht verkneifen. Beeindruckend war, wie halsbrecherisch die Darsteller über die Stufen gehüpft und getanzt sind. Am besten hat mir aber das Bühnenbild von Katrin Busching gefallen. Hauptbestandteil davon sind diese riesigen kissenartigen Blumen, die man auf dem oberen Bild von der noch leeren Treppe sieht. Super — und was für tolle Sitzsäcke die erst abgeben würden! Während des Stückes werden sie geöffnet (innen sind sie rot), allerdings ist Fotografieren dann verboten. Im folgenden Trailer kann man die offenen Blüten aber ganz gut in Aktion sehen (nur die schlimme Typo sollte man bitte nicht mit in die Beurteilung einfließen lassen):

Die Saison dauert noch bis zum 23. August, und ein PDF des aktuellen Spielplans gibt es hier.

11. August 2009

Origamiblume

Am Wochenende hatte ich mir in den Kopf gesetzt, ein Geschenk mit Origamiblumen zu verzieren. Kein Problem, im Internet wimmelt es ja nur so von Anleitungen … Aber denkste! Ich musste richtig lange suchen, bis ich eine gefunden habe, die auch für Leute ohne tägliches Training nachzuvollziehen ist. Diese hier für die oben gezeigte Blume (beziehungs­weise den Stern) kann ich nun also empfehlen, denn sie ist so gut fotografiert und beschrieben, dass man auch beim letzten Schritt noch weiß, wo oben und unten ist.