Wie sieht’s denn hier aus?

Archiv:

Im September 2010 wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


Septemberrückblick: Regen

Der Regen lässt die Äste des Baumes ganz schön schwer werden …


»Dot«: Mini-Stop-Motion


Habt Ihr dieses Filmchen schon gesehen? Aardman hat für einen Mobiltelefonhersteller einen Stop-Motion-Film mit der bisher anscheinend kleinsten Animationsfigur der Welt gedreht. Nett!
Hier das Making-of.

(via)

22. September 2010

»Auf Reisen mit Tim und Struppi«

Gestern bin ich ohne Zahnschmerzen zum Zahnarzt gegangen und mit wiedergekommen. Daher habe ich kurzerhand beschlossen, mich vors Fernsehen zu setzen. Zufälligerweise kam dort nicht nur Schrott, sondern ich habe auf Arte die fünfteilige Reihe »Auf Reisen mit Tim und Struppi« entdeckt. Da ich unter meinen Lesern mindestens zwei Tim-und-Struppi-Fans vermute, will ich diesen Fernsehtipp gleich mal weitergeben:

»In jeder Folge wird die Geschichte eines bestimmten Albums an den jeweiligen Originalschauplätzen nacherzählt.«

Dabei werden geschichtliche und persönliche Hintergründe beleuchtet und, immer wenn es sich anbietet, Realbilder mit Hergés Zeichnungen verknüpft.

Bis einschließlich Freitag werden die Folgen jeweils um 19:30 Uhr gesendet. Wer sie verpasst, kann sie immerhin für kurze Zeit in der Arte-Mediathek anschauen oder hier

gleich die entsprechende Reise buchen …

– – –

Nachtrag: Die Reihe wird vom 27. September bis zum 1. Oktober 2010 jeweils um 14 Uhr wiederholt.


Alte Legoanleitungen wiederfinden

Im Sommer 1982 habe ich mit meiner Familie das Legoland in Billund besucht. Woher ich das so genau weiß? Nun ja, nicht etwa, weil ich ein extrem gutes Gedächtnis für Daten habe, sondern weil meine Eltern mir dort ein sehr schickes und modernes blaues Legohaus gekauft haben. Natürlich besitze ich für das Häuschen keine Anleitung mehr, die Steine habe ich aber sehr wohl noch …

Vermutlich geht es vielen Menschen da ähnlich. Dem Internet sei Dank können wir alle bei peeron.com Ersatz finden. In diesem riesigen Archiv befindet sich alles Mögliche an eingescannten Materialien zum Thema Lego bis zurück zum Jahr 1955. Meine »Town House«-Anleitung natürlich auch. Als schöner Nebeneffekt lassen sich auf diesem Wege auch wichtige Kindheitsereignisse der richtigen Jahreszahl zuordnen :-)

20. September 2010

Tomi Ungerer in Schwäbisch Hall

In Schwäbisch Hall wird im Vergleich zu anderen kleinen Städten in kultureller Sicht recht viel geboten. Ich denke, das liegt an unserer etwas »isolierten« Lage, bei der alle größeren Städte ein ganzes Stück entfernt sind.

Ein Beispiel dafür ist die Kunsthalle Würth, die regelmäßig hochkarätige Künstler in die Stadt holt, zuletzt Tomi Ungerer. Heute war Finissage der viermonatigen Ausstellung, und Ungerer selbst war zu einer Signierstunde gekommen. Dazu gab’s nette Jazzmusik am Klavier.

Die Schlange war sehr lang, und der bald 80-jährige Ungerer schon ein bisschen müde, als ich an die Reihe kam. Da ich den Mondmann, eines meiner liebsten Kindheitsbücher, nicht zur Hand hatte, habe ich mir ein Bild signieren lassen, das ich in seinem großen Katzenbuch gefunden habe: es ist ein collagiertes Kätzchen aus Sicherheitsmustern! Ha – ist der doch schon lange vor mir auf die Idee gekommen, mit diesen Mustern zu arbeiten …

PS: Gerade entdeckt – Der Mondmann als Kurzfilm von 2007.
Interessant.


Bai Jia Bei – ein Zwischenstand

Viele von Euch fragen sich sicher, was aus meinem Bai-Jia-Bei-Projekt geworden ist. Jaaa … wäre meine Nähmaschine nicht kaputt gegangen, könnte die Decke natürlich schon längst fertig sein. So aber musste mein Maschinchen zur Reparatur eingeschickt werden und sämtliche Nähpläne liegen nun schon eine Weile auf Eis. Da will ich Euch heute zumindest mal den aktuellen Zwischenstand zeigen.

Bisher habe ich alle gesammelten Stoffstücke gewaschen (was sogar die schwierigsten Fälle bestens überstanden haben!), …


… auf die gleiche Größe gebracht, die Stoffkanten versäubert …


… und zur Probe in unzähligen Kombinationen zusammengelegt. Mein ursprünglicher Plan war es, die Stoffe in einer Anordnung aneinander zu nähen, die möglichst zufällig aussieht. Was auf dem oberen Bildausschnitt noch recht harmonisch wirkt, entsprach in Wirklichkeit aber leider nie meinen Vorstellungen. Zu bunt! Ein (Streifen-)Muster, wie man es bei manchen anderen Decken sieht, erschien mir wiederum zu »gewollt«. Als eine gute Lösung erwies es sich schließlich, die Stoffstücke nach Farben und Helligkeit anzuordnen …

… Die Vorderseite ist fertig :-)


Strohkuh

Die Dörfer in der Gegend scheinen einander im Moment mit dem Bau von Strohfiguren übertreffen zu wollen. Neben allerhand Männlein und Traktoren aus Strohballen habe ich heute irgendwo sogar die Bremer Stadtmusikanten gesehen. Am besten gefällt mir aber diese Kuh an der B14.


Designerinnen

Habe ich doch neulich erst in einer Wartezimmer-Zeitschrift entdeckt, wen ich alles zu meinen Kolleginnen zählen darf! Designerin ist zurzeit offenbar die erste Wahl für jene, die alle anderen glamourösen Berufe schon durch haben …

10. September 2010

In Künzelsau

Interessante Typo auf einer Sandsteinfassade in Künzelsau.

(Wer sich für die genaueren Hintergründe der Beschriftung interessiert oder gar für die Geschichte des Hauses, kann sich hier kundig machen.)


Schilderrecycling

Die Irreler Wasserfälle sind genau genommen gar keine Wasserfälle, sondern Stromschnellen (das nur, um Verwirrung zu vermeiden).

Was ich heute eigentlich zeigen will, ist das Schild, das wir im Urlaub dort entdeckt haben. Da hat nämlich jemand das Thema Umwelt wirklich ernst genommen und gleich mal eines dieser grün-gelben Ortshinweisschilder weiterverarbeitet und liebevoll mit dem folgenden Spruch bepinselt: »Hier als Wanderer sei ein guter Gast, und nicht der Umwelt zur Last.«

Sicherlich war die Wahl der Mittel nichts für die Ewigkeit, denn bald wird auf dem Schild wieder nur noch »Wol[…], Ortsteil Wo[…]« zu lesen sein. Bis es soweit ist, kann man sich aber an einem ungewöhnlich hübschen Zersetzungsprozess erfreuen :-)

PS: Fullmoon@Eifel ist ein schönes Fotoprojekt von Darren Almond, der seine Bilder nachts in Langzeitbelichtung aufnimmt; die Irreler Wasserfälle sind auch vertreten.