Wie sieht’s denn hier aus?

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Unter »Bücher« wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


Mein Plakat zu Erich Kästners »Der 35. Mai«

In Schwäb­sich Hall finden zur­zeit die baden-württembergischen Kinder- und Jugend­li­te­ra­tur­tage statt, und in diesem Rahemn haben wir uns ent­schlossen, eine Kinder- und Jugenbuch-relevante Aus­wahl der Pla­kate der erfolg­rei­chen DoeDeMee-Kollektion noch ein zweites Mal in der Hir­ten­scheuer zu zeigen.

Dar­über hinaus war es uns ein Anliegen, diese sehr inter­na­tio­nale Aus­wahl um einige Buch­titel zu erwei­tern, die aus dem deutsch­spra­chigen Raum stammen, so dass unsere Aus­stel­lungs­be­su­cher sie mög­lich­weise aus ihrer eigenen Kind­heit und Jugend wie­der­er­kennen (oder aufs Neue ent­de­cken). So baten wir Desi­gner und Illus­tra­toren von Schwä­bisch Hall bis Berlin, die Samm­lung um ein pas­sen­dens, per­sön­li­ches Lieb­lings­buch abzu­runden. Ent­standen sind zehn neue, eigens für die Blick­sprung-Rei­he ent­wor­fene Pla­kate, die noch bis Ende Oktober hier zu sehen sind, so zum Bei­spiel auch am kom­menden Samstag, wäh­rend der Langen Kunst­nacht 2013.

 

35_Mai

Ein Vor­ver­such zur Pla­kat­ge­stal­tung (wieder ver­worfen)

Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee

Auch ich habe ein Plakat zur Reihe beige­steuert. »Der 35. Mai« ist nicht Käs­t­ners bekann­testes Buch. Es ist eine Verkehrte-Welt-Geshichte, eine Art Road­movie: Am 35. Mai steigen Konrad und sein Onkel mit­samt einem spre­chenden, Roll­schuh fah­renden Pferd in einen alten Schrank auf dem Kor­ridor. Von dort aus durch­reisen sie viele Sta­tionen, zum Bei­spiel das Schla­raf­fen­land, um am Schluss in der Südsee zu landen, so dass Konrad end­lich in der Lage ist, seinen Erdkunde-Aufsatz zu diesem Thema zu schreiben.

Das Buch erschien 1931 mit den all­seits bekannten Illus­tra­tionen von Walter Trier.

35Mai

Für mich stand recht früh fest, dass ich auf dem Plakat eine bestimmte Bege­ben­heit aus dem ersten Drittel des Buches dar­stellen möchte. Und zwar kommen die drei auf ihrer Reise im Schla­raf­fen­land in einen Regen­schauer:

»Kaum waren die ersten Tropfen gefallen, so wuchsen Dut­zende von Regen­schirmen auf der Wiese hoch. Man konnte, falls man das wollte, unter so einem Schirm stehen bleiben. Man konnte ihn aber auch aus dem Boden ziehen und unter seinem Schutze wei­ter­gehen.«

 

Und so sieht es dann in der Aus­stel­lung (neben »Harun und das Meer der Geschichten«) aus:

blicksprung_35.mai

PS: Isa­bell hat auch schon etwas zur Ent­ste­hung ihres Pla­kates (»Momo«) geschrieben.

PPS: Mehr Aus­stel­lungs­bilder hier und hier.


Blicksprung — eine Veranstaltungsreihe für Lesende, Vorlesende & Zuhörende

Blicksprung_Teil2

Blick­sprung geht in die zweite Runde: vom 2.–30. Oktober 2013 in Schwä­bisch Hall: www.blicksprung.net


Urlaub: Frenchman’s Creek, Bucht und Buch

Frenchmans_Creek_Wegweiser

»Wenn der Ost­wind den Fluss von Hel­ford her­auf­bläst, dann wird das glän­zende Wasser trüb und ver­stört, und die kleine Wellen schlagen ver­drossen an die san­digen Ufer.«

Das ist der erste Satz des Romans »Frenchman’s Creek« von Daphne du Mau­rier, und ich kann ihn bestä­tigen …

Immer, wenn ich an einen neuen Ort komme, und es exis­tiert ein Buch, das mit ihm ver­bunden ist, freue ich mich über die Gele­ge­n­e­heit, diesen Ort zusätz­lich noch in einer ganz anderen Dimen­sion ken­nen­zu­lernen.

So war es auch mit »Frenchman’s Creek«, einer Art Piraten-Liebes­ge­schichte, die Du Mau­rier 1941 ver­öf­fent­lichte. Ort der Hand­lung ist die gleich­na­mige kleine, von Wald umge­bene Bucht zwi­schen Hel­ford und Gweek. So, wie man sich Rosa­munde Pil­chers Corn­wall vor­stellt, sieht es hier ganz und gar nicht aus – es ist mat­schig, schattig und feucht. Du Mau­rier gelingt es her­vor­ra­gend, genau diese Atmo­sphäre ein­zu­fangen und darauf ihre Geschichte um zwei Adrenalin-Junkies aus dem 17. Jahr­hun­dert auf­zu­bauen.

 

Frenchmans_Creek_von_oben

Frenchman’s Creek

Frenchmans_Creek_Ebbe

Die Bucht bei Ebbe

Frenchmans_Creek_Wrack

Altes Schiffs­wrack (doch nicht etwa 17. Jahr­hun­dert?)

Frenchmans_Creek_Tor

Der Weg aus der Bucht heraus

Frenchmans_Creek_Blume

Es gibt ver­schie­dene Ansichten, woher du Mau­rier ihre Inspi­ra­tion für das Landgut »Navron House« hatte. Ich glaube da an Tre­lo­warren, das man vom Frenchman’s Creek aus zu Fuß errei­chen kann. Tre­lo­warren ist nicht leicht zu finden. Man muss schon gezielt danach suchen (oder, so wie wir, zufällig drüber stol­pern):

 

PS: Und wer in der Gegend ist und das Ver­wun­schene mag, sollte auch noch den Bosahan Gar­dens einen Besuch abstatten, wohin sich – im Gegen­satz zu den beiden großen Gärten Glen­durgan und Trebah – kaum ein Tou­rist ver­irrt.

24. August 2013

Schrifttipp: Calendas Plus

In der nord­spa­ni­schen Stadt Gijón hat das Design­studio Atipo seinen Sitz, das vor Kurzem mit seiner Calendas Plus eine tolle 3-Schnitte-Schrift mit jeder Menge Liga­turen und Extras ver­öf­fent­licht hat. Ein Ein­satz für lite­ra­ri­sche Zwecke drängt sich gera­dezu auf.

 

calendasplus

 

Mehr und schö­nere Schrift­proben kann man auf der eigenen Web­site der Calendas Plus sehen. Dort kann man sich den Regular-Schnitt wahl­weise ert­wit­tern oder gegen einen selbst zu wäh­lenden Betrag auch die beiden übrigen Schnitte kaufen.


Detailblick DoeDeMee

Jetzt, wo die Pla­kate bei uns hängen und ich sie schon so oft ange­schaut habe, ent­decke ich in ihnen doch immer wieder schöne Details, die einem in der kleinen Auf­lö­sung im Internet nur allzu leicht ent­gehen. Ein paar meiner Fund­stücke habe ich für Euch her­aus­ge­sucht. Ich finde, sie machen Lust auf die ganze Samm­lung. In voller Größe kann man diese übri­gens noch bis zum 28. März in Schwä­bisch Hall bewun­dern.

 

AnnaKarenina_detail

Detail aus dem Plakat von Jen­nifer Col­lier / »Anna Karenina«:
Auf den Ringen lassen sich Frag­mente aus dem ersten Satz des Buches erkennen
Alle glück­li­chen Fami­lien glei­chen ein­ander, jede unglück­liche Familie ist auf ihre eigene Weise unglück­lich«).

Clarissa_detail

Detail aus dem Plakat von Munye & Co Studio / »Cla­rissa«:
Die Spitze am Kragen ist aus Well­pappe gemacht.

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Detail aus dem Plakat von Ole Jakob Bøe Skattum / »Wise Children«:
Am unteren Pla­kat­rand befindet sich die Legende zur Ent­schlüs­se­lung der Info­gra­fiken.

CharlottesWeb_detail

Detail aus dem Plakat von Studio NMO / »Charlotte’s Web«:
Das sieht man wirk­lich nur, wenn man ganz genau hin­schaut – die Netzt­struk­turen ver­dichten sich in der Mitte zu dem Wort »Saluta­tions«.

Austerlitz_detail

Detail aus dem Plakat von Elisa Kint / »Aus­ter­litz«:
Das Bild ist aus vielen foto­gra­fi­schen Mosa­ik­stein­chen zusam­men­ge­setzt.

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Detail aus dem Plakat von Inge Lavrijsen / »The BFG«


»Blicksprung«: Vernissage am 2. März 2013

Am Samstag war Eröff­nung unserer »Blick­sprung«-Reihe mit Ver­nis­sage der DoeDeMee-Ausstellung.

Hier gibt es ein paar wei­tere Impres­sionen und Neu­ig­keiten.


Blicksprung — eine Veranstaltungsreihe für Lesende, Vorlesende & Zuhörende

blicksprung

Vom 2.–28. März in Schwä­bisch Hall: www.blicksprung.net


Blicksprung — eine Veranstaltungsreihe für Lesende, Vorlesende & Zuhörende

Ich habe Neu­ig­keiten: Wir holen die DoeDeMee-Aus­stel­lung nach Schwä­bisch Hall!

Und damit nicht genug – in Zusam­men­ar­beit mit meiner Kol­legin Gudrun H. Hölzer haben wir ein tolles Rah­men­pro­gramm rund um das Thema Lesen auf die Beine gestellt.

 

Unsere High­lights:

DoeDeMee oder: 100 Desi­gner, 100 Romane, 100 Pla­kate

Die Aus­stel­lung zeigt Pla­kate zu den hun­dert besten Büchern aller Zeiten, gestaltet von hun­dert Krea­tiven aus aller Welt. Das Pro­jekt wurde von UNESCO Europe aner­kannt und macht auf das Thema Analpha­be­tismus auf­merksam. Initi­iert wurde es vom Desi­gn­büro beshart aus Ant­werpen im Früh­jahr 2012. (Ihr erin­nert Euch? – Ich hatte auch ein Plakat gestaltet).

 

»Moby-Dick«, Plakat von Shelley Revill (UK), »Don Qui­jote«, Plakat von Lobulo Design (UK), »The Bro­thers Kara­mazov«, Plakat von Ilya Donets (RUS)

Die Wan­der­aus­stel­lung war im ver­gan­genen Herbst bereits in Ant­werpen zu sehen und wird 2013 in Städten wie Brüssel, Maas­tricht und Paris zu Gast sein. Mit Schwä­bisch Hall sind wir als erstem Ort in Deustch­land dabei!

Wei­ter­füh­rende Infos zum Pro­jekt: DoeDeMee-Website, Page-Online-Artikel (11.10.12).

 

Lesungen

Die Rezi­ta­torin Doris Hubach liest am Freitag, den 15. März 2013.

Der Schau­spieler Andreas Entner liest am Samstag, den 23. März 2013.

 

Work­shops

Über die VHS Schwä­bisch Hall bieten wir zwei »Literaturbastelei»-Work­shops an: am 22. März für Kinder und für Erwach­sene am 23. März 2013.

 

Ver­an­stal­tungort ist das Ate­lier­haus Hir­ten­scheuer (Ein­gang Hirsch­graben).

Alles wei­tere Wich­tige, zum Bei­spiel auch einen Über­sichts­ka­lender mit Ter­minen und Öffnungs­zeiten, findet Ihr auf der offi­zi­ellen Blicksprung-Website.

Kommt vorbei! Wir freuen uns.


»Bist du dabei?« – 100 Designer, 100 Romane, 100 Plakate

Toll! Page Online berichtet in seinem E-Mag heute über das »DoeDeMee«-Projekt, das ich hier und da auch schon mal erwähnte.

Mein Plakat ist in der Online-Galerie auch ver­treten :-)


Doedemee – bald geht’s los!

Fotos: doedemee.be

In genau einem Monat, am 8. Sep­tember, ist Welt­alpha­be­ti­sie­rungstag. Natür­lich ist es kein Zufall, dass an diesem Tag auch die erste Aus­stel­lung des Doedemee-Pro­jektes (Was war das noch gleich?) eröffnet wird:

Vom 8.–16. Sep­tember 2012 werden die 100 Pla­kate im Ant­wer­pener Rat­haus zu sehen sein; Anfang nächsten Jahres dann im Foyles Book Store in London (Link folgt).

Wei­tere Aus­stel­lungen sind geplant. Und wer es nicht schafft, die Pla­kate auf einer der Aus­stel­lungen anzu­schauen, kann sich das ein oder andere auch ein­fach als Poster kaufen.

 

Biss dahin gibt es oben eine kleine Vor­schau. Da sieht man zum Bei­spiel:

— 1. Reihe, 2. von rechts: »Emma« (1815) von Jane Austen, gestaltet von Blanca Bk (E)

— 2. Reihe, 4. von links: »Lolita« (1955) von Vla­dimir Nabokov, gestaltet von Yas­meen Ismail (UK)

2. Reihe, ganz rechts: »Moby-Dick« (1851) von Herman Mel­ville, gestaltet von Shelley Revill (UK)

3. Reihe, 2. von links: »Nort­hern Lights« (1995) von Philip Pullman, gestaltet von Hamish Steele (UK)

4. Reihe, 2. von links: »Night­mare Abbey« (1818) von Thomas Love Pea­cock, gestaltet von Jon Whitty (UK)

 

Nach und nach werden die Titel auch in höherer Auf­lö­sung auf Face­book ver­öf­fent­licht.