Wie sieht’s denn hier aus?

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Unter »Experimente« wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


Herbstlicher Linoldruck #2

Heute in aller Frühe ist Sabrinas Herbst­col­lage hier ange­kommen und sie hat auch schon einen Platz gefunden. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich daran vor­bei­komme.

Mitt­ler­weile sind auch meine Stoff­druck­ex­pe­ri­mente mit dem glei­chen Blatt­motiv zu einem Kissen geworden. Dr. Jekyll & Mr. Hyde haben sich seiner gleich ange­nommen ;-)


Herbstlicher Linoldruck

Sabrina Sun­der­mann (Small Caps) hatte im Sep­tember die schöne Idee, einen gemein­samen Linold­ruck aus vielen ver­schie­denen Herbst­blät­tern zu machen, und ich bin sehr froh, auch ein Blatt beige­steuert zu haben. Mein letzter Lin­ol­schnitt lag schon etliche Jahre zurück, und ich hatte ganz ver­gessen, wie­viel Spaß das macht! Gleich im Anschluss habe ich noch ein zweites Blatt (Tul­pen­baum) für mich selbst geschnitten und ein wenig im Stoff­druck expe­ri­men­tiert.

Sabrina hat in der Zwi­schen­zeit eine tolle Herbst­col­lage ange­fer­tigt. Ent­ste­hung und Ergeb­nisse kann man in ihrem Blog ver­folgen.

Meine eigenen Druck­ver­suche werden später wohl zu einem Kissen …


Color

Maria Mun­uera & Mark MacKay (Method of Action) haben mal wieder ein neues Spiel­chen ent­wi­ckelt. Es nennt sich Color und es geht ein­fach nur darum, Farben auf einem Rad in Überein­stim­mung zu bringen. Hier könnt ihr es selbst aus­pro­bieren.

(via)


Adventspost 2011

Heute gab’s Post – bei mir und hof­fent­lich auch bei Michaela. Sie hat sich näm­lich so eine Art »Post­kar­ten­ad­vents­ka­lender« aus­ge­dacht: Bis Weih­nachten ver­schickt sie jeden Tag eine Karte und zeigt in ihrem Blog auch die Karten, die sie dafür im Aus­tausch erhält. Schöne Idee!

Am 3. Dezember war nun also ich an der Reihe. Oben seht Ihr die Karte, die ich bekommen habe (mit Schnee­flocke, yeah!) und unten die, die ich ver­schickt habe.

Vielen lieben Dank, Michaela!


Susanne Falk, »Das Wunder von Treviso« — Hörbuch zu verschenken

Wenn ich irgend­wohin mit der Bahn fahre, schnappe ich mir gewöhn­lich sofort die Mobil und lese die Buch­vor­stel­lung und das dazu­ge­hö­rige Autoren-Interview. Die Mobil-Redaktion ist da in der Aus­wahl äußerst treff­si­cher – dabei natür­lich mas­sen­kom­pa­tibel – und ich gebe zu, sehr oft gehe ich danach kur­zer­hand in die nächste Bahnhofs­buchhandlung und kaufe mir das vor­ge­stellte Buch. Und ich bin eigent­lich noch nie ent­täuscht worden. Einige der Bücher habe ich noch lange in guter Erin­ne­rung.

Beim »Wunder von Tre­viso« war es etwas anders. Es wurde in der August-Ausgabe der Mobil vor­ge­stellt. Der abge­druckte Anfang des Buches war unter­haltsam, die Autorin fand ich inter­es­sant, da sie unge­fähr in meinem Alter ist, wahr­schein­lich hätte ich das Buch aber nicht gekauft. Als nun aller­dings kurze Zeit später das (auf 3 3/4 Stunden gekürzte) Hör­buch bei Blogg dein Buch ange­boten wurde, dachte ich spontan, »Das pro­bier ich mal aus!«.

 

Inhalt

In der Geschichte geht es um eine kleine, etwas zu ruhige Stadt in Nord­italien und deren kau­zige Ein­wohner, die eine alte Mari­en­statue dazu bringen, rote Tränen zu weinen, um durch dieses »Wunder« mehr Beach­tung zu erhalten.

Gespro­chen wird das Buch von Dietmar Wunder, der seine Sache sehr gut macht. An keiner ein­zigen Stelle hatte ich den Ein­druck, da liest jemand diesen Text zum ersten Mal (!), wie es mir bei anderen Hör­bü­chern schon manchmal erging.

Die Geschichte ist für mich eine Mischung aus Don Camillo, ein biss­chen Asterix und Obelix und Vil­lar­riba und Vil­la­bajo aus der Spülmittel-Werbung. Die Hand­lung plä­ter­schert vom ersten Moment bis zum Ende recht gleich­mäßig und heiter, mit einem gewissen Tempo dahin. Kon­flikte werden zügig gelöst, bevor sie bedroh­lich werden können. Es ist unter­haltsam, aber nicht fes­selnd. Die Prot­ago­nisten sind sym­pa­thisch, ein kleines biss­chen eigen, aber in ihnen schlum­mern keine tief­grün­digen Geheim­nisse, kurz: sie sind etwas »glatt«. Außerdem fehlte mir sehr eine Iden­ti­fi­ka­ti­ons­figur, mit der ich die Hand­lung hätte durch­leben können. Sowohl Don Antonio als auch seine Schwester Maria beob­achtet man eher als Außen­ste­hender. Ab und zu gibt es aber Momente, in denen in einem kurzen, klaren Satz Wahr­heiten / Lebens­weis­heiten auf­blitzen – her­un­ter­ge­bro­chen auf ganz simple Bege­ben­heiten im Leben der Prot­ago­nisten; das gefiel mir ganz gut. Zum Bei­spiel an der Stelle, wo der Hin­ter­grund des jah­re­langen Streits zwi­schen Don Antonio und seiner Schwester erklärt wird.

Im Großen und Ganzen han­delt es sich um eine gut kon­stru­ierte, gut erzählte, runde Geschichte. Das ist durchaus eine Leis­tung! Und wer ein Buch sucht, das einen nicht mit Haut und Haar für sich ein­nimmt und tage­lang ans Sofa fes­selt, son­dern ein­fach mal zur Unter­hal­tung zwischen­durch, zur Über­brü­ckung von War­te­pausen oder für den Urlaub, dem kann ich das Hör­buch emp­fehlen. Inwie­weit sich meine Mei­nung auf das eigent­liche Buch (das ja gekürzt wurde – und ich weiß nicht, um wie­viel) über­tragen lässt, kann ich leider nicht sagen.

 

Cover

Das Cover zeigt in erster Linie eine gut gemachte Illus­tra­tion, wie sie auf Buch­ti­teln und im Editorial-Bereich nun schon seit einiger Zeit in Mode sind, nicht außer­or­dent­lich ori­gi­nell, aber in Ord­nung. Bei der Typo hat man sich offen­sicht­lich um einen hand­ge­machten Look bemüht (jeder ein­zelne Buch­stabe ist anders), was sehr löb­lich ist, denn für solche Spie­le­reien fehlen oft Wert­schät­zung und Zeit. Warum man aber dann hin­ge­gangen ist, zwei so unter­schied­liche Schreib­schriften zu ver­wenden (eine im Bunstift-Stil und ver­bunden, die andere sau­bere Vek­tor­flä­chen und aus uner­sicht­li­chem Grund kom­plett unver­bunden), statt eine stim­mi­gere Gestal­tung anzu­streben, das ist mir ein Rätsel.

 

Wer nun neu­gierig auf das Buch wurde, kann mir einen Kom­mentar hin­ter­lassen, denn ich würde mein Exem­plar gerne wei­ter­geben. Oder aber, Ihr bestellt es gleich hier (Verlag: Jumbo). Und wer noch unschlüssig ist, dem hilft viel­leicht diese 17-minütige Hör­probe weiter.

Hat jemand das Buch gelesen (statt gehört)? Und – wie war’s?

26. August 2011

Aufzugfahren

Das ist an sich kein son­der­lich inter­es­santes Foto, aber es zeigt etwas Inter­es­santes. Näm­lich einen der letzten frei zugäng­li­chen Paternoster- oder auch Personen-Umlaufaufzüge in Deutsch­land. Gewöhn­lich kennt man solche Auf­züge ja nur noch aus Kino oder Fern­sehen. Dieser hier befindet sich im Stutt­garter Rat­haus. Es mag zwar nicht der schönste sein, ist aber trotzdem durchaus mal einen kleinen Besuch wert. Man fühlt sich da fast schon wie beim Ach­ter­bahn­fahren ;-)

Ob man auch in Eurer Nähe noch das ein oder andere Exem­plar zu sehen bekommt, könnt Ihr anhand dieser Liste her­aus­finden.


Logoraten

Graham Smith aus Sea­ford / Süd­eng­land hat sich einen Spaß daraus gemacht, bekannte und weniger bekannte Logos so stark auf ihre wesent­li­chen Merk­male zu redu­zieren, dass ledig­lich Farben und Kreise übrig bleiben und man nur noch erahnen kann, um welche Marke es sich han­delt.

Das funk­tio­niert aller­dings erstaun­lich gut!

Hier kann man mitraten; bei Flickr gibt’s eine Über­sicht.

(via)


Spoonflower & stoff’n

Mit Spoon­flower in North Caro­lina gibt es nun schon eine Weile lang eine sehr beliebte Online-Stoffdruckerei. Seit der Ankün­di­gung, dass ein ähnli­ches Modell – näm­lich stoff’n von Katja Locke – Anfang Juni 2010 auch in Deutsch­land startet, war ich sehr gespannt darauf und meine Hoff­nungen, nicht mehr so weit weg dru­cken lassen zu müssen, waren dem­ent­spre­chend hoch.

Susa von Susa­labim hat sich vor einigen Wochen bereits die Mühe gemacht, das Angebot von stoff’n mit dem von Spoon­flower zu ver­glei­chen und her­aus­ge­funden, dass trotz der räum­lich güns­ti­geren Lage von stoff’n, finan­ziell betrachtet zunächst einmal keine großen Unter­schiede zwi­schen beiden bestehen.

Wie sieht es denn mit den anderen Kri­te­rien aus? Ich wage einen kleinen Ver­gleich:


{meine Vor­lage}

Mein Pro­be­druck bei Spoon­flower liegt jetzt ziem­lich genau ein Jahr zurück. Als Vor­lage habe ich das Retro-Muster erstellt, das man oben sehen kann. Knapp drei Wochen nach der Bestel­lung kam mein Stoff hier an und ich bekam zuerst einmal einen Rie­sen­schreck. So hatte ich mir das nicht vor­ge­stellt. Obwohl ich die Daten kor­rekt ange­legt hatte, wurde mein Muster viel zu klein wie­der­ge­geben und dann auch noch auf einen mir uner­klär­li­chen hell­gelben Fond plat­ziert.


{Spoon­flower, Fehl­ver­such neben meinem Tin­ten­strahl­aus­druck}

Auf meine Nach­frage rea­gierte Spoon­flower prompt und zuver­lässig. Das fand ich toll, und nur des­wegen erwähne ich die ganze Sache hier über­haupt. Offenbar hatte es am ent­spre­chenden Tag Pro­bleme mit der Druck­soft­ware gegeben und ich bekam inner­halb von über­ra­schend kurzer Zeit einen neuen Druck zuge­sandt, der meinen Erwar­tungen recht gut ent­sprach. Aller­dings fiel dies anschei­nend zeit­lich mit einer Umstel­lung des Stoff­lie­fe­ranten zusammen, so dass die Baum­wolle, die ich nun erhielt, deut­lich dünner und feiner gewebt war. In der Zwi­schen­zeit hat Spoon­flower seine Stoff­aus­wahl aller­dings erwei­tert.

Pünkt­lich zum stoff’n-Start habe ich das gleiche Muster auch dort bestellt, und zwar auf zwei Stoff­qua­li­täten, näm­lich Baum­woll­satin und Jersey.


{stoff’n: links Baum­woll­satin, rechts Jersey}

Nach gut zwei Wochen sind die beiden Stoffe hier ein­ge­troffen. Der Baum­woll­satin hat eine wirk­lich tolle weiche Qua­lität. Den Jersey hin­gegen finde ich etwas zu dünn und »lab­berig« (ja, das Wort steht im Duden!). Dazu kommt, dass ein Druck mit scharfen Kanten darauf scheinbar nicht so ganz ein­fach ist.
Nebenbei bemerkt: Sehr gut gefällt mir, dass die Stof­fränder für wich­tige und prak­ti­sche Infos wie Wasch­an­lei­tungen genutzt werden.

Nun der direkte Ver­gleich:


{links Spoon­flower, rechts stoff’n}

Zu aller­erst fällt natür­lich auf, dass die Spoonflower-Farben deut­lich heller aus­fallen als die sehr kräf­tigen von stoff’n, wobei ich die hel­leren, weniger stark gesät­tigten in diesem Fall bevor­zuge. Beide Dru­cke­reien arbeiten im LAB-Farbraum, was zumin­dest für Nicht-Designer unge­wohnt sein dürfte (bei stoff‘n kann man seine Bilder der Ein­fach­heit halber aber trotzdem in RGB hoch­laden). Wie bei anderen Druck­ver­fahren auch, gibt es Farben, die man mit höherer Ver­läss­lich­keit wie­der­geben kann und solche, die ein Risiko dar­stellen. Spoon­flower hat ver­sucht, dem vor­zu­beugen und bietet dazu eine Farb­karte an. Wer bei der Farb­wie­der­gabe eine gewisse Sicher­heit möchte, dem emp­fehle ich unbe­dingt, diese Datei oder auch eine eigene Far­büber­sicht im Vor­feld als Test­druck zu bestellen. Das gilt genauso für stoff’n, wo es übri­gens eine kurze, aber gute Erklä­rung zu diesem Thema gibt.

Sehr positiv über­rascht bin ich bei beiden Dru­cke­reien davon, dass die Stoffe den Wasch­test (bei 30°) absolut ein­wand­frei über­standen haben. Keine Farbe ist ver­blasst – nichts! Bei anderen Stoffdruck-Anbietern, bei­spiels­weise von digi­talem T-Shirt-Druck, wird einem so etwas zwar ver­spro­chen, in der Regel aber nicht gehalten.

Fazit? Eine gene­relle Emp­feh­lung für den einen oder den anderen kann ich leider nicht aus­spre­chen. Ich werde von Fall zu Fall und Druck­motiv zu Druck­motiv ent­scheiden …

PS: Anissa von handmade2.0 hat auch schon ver­gli­chen.

PPS: Ein 20 × 20 cm großes Stück­chen dieses Motivs werde ich natür­lich für Jan­nohs Decke ver­wenden. Es ist das 100.! Bitte schickt mir keine Stoffe mehr (es sei denn, wir haben per­sön­lich etwas anderes ver­ein­bart).


Noch’n Musikvideo: »This Too Shall Pass« von OK Go

Als ich noch zur Schule ging, habe ich (im Kunst­un­ter­richt!) mal eine Luft­bal­lon­zer­platz­ma­schine gebaut. Man musste auf der einen Seite an einem Hebel drehen, und dann ist über eine leere Näh­garn­spule ein Mecha­nismus in Gang gesetzt worden, der dazu geführt hat, dass irgendwo am anderen Ende eine Nadel in einen Luft­ballon stach.

Die Band OK Go aus Chi­cago ist für ihre spa­ßigen Musikvideo-Ideen ja längst bekannt. Jetzt haben sie zusammen mit Syyn Labs in hin­ge­bungs­voller Klein­ar­beit an einer Kon­struk­tion gebaut, die meine tolle Maschine von damals ziem­lich blass aus­sehen ließe … (via)

Nach­trag, 5. März 2010: »Meet the makers« — ein kleines Inter­view über die Ent­ste­hung.

04. März 2010

Ruhrpost.2010

Wie die meisten ver­mut­lich schon wissen, ist das Ruhr­ge­biet in diesem Jahr Kul­tur­haupt­stadt bezie­hungs­weise Kul­tur­me­tro­pole Europas. Eine hüb­sche Brief­marke wurde zu diesem Anlass ja schon ent­worfen. Das ganze Jahr über gibt es jede Menge und alle mög­li­chen Aktionen, und eine davon hat sich die Allianz deut­scher Desi­gner aus­ge­dacht:

»Gestaltet eure per­sön­liche Gruß-an-Ruhr-Karte! Vor­drucke können bei der AGD-Geschäftsstelle ange­for­dert oder gleich hier her­un­ter­ge­laden werden. Nutzt das krea­tive Werk­zeug eurer Wahl: Blei­stift, Tusche, Aqua­rell­farbe, Digi­tal­print, Foto, Stoff, Kol­lage oder auch ein­fach ein Text. Schickt eure Karte (oder auch meh­rere) an eine unserer Post­sta­tionen

Noch bis zum 31. März 2010 kann man mit­ma­chen. Meine Karte habe ich schon ver­schickt, siehe oben. Beim Bas­teln ist mir auf­ge­fallen, wie wenige Leute ich im Ruhr­ge­biet doch eigent­lich kenne …

PS: Wer solche Aktionen mag, kann sich gleich auch noch an einer wei­teren betei­ligen; die  TUFA in Trier — heute Kul­tur­zen­trum, früher Tuch­fa­brik — wird 25 Jahre alt und wünscht sich Glück­wunsch­karten. Ein­send­schluss ist hier der 31. Mai 30. Juni 2010. (via tree­sign)

03. März 2010