Wie sieht’s denn hier aus?

Archiv:

Unter »Gute Ideen« wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


»Le fil rouge«

Muriel Décaillet lebt in Genf und ist Künstlerin. Seit September 2008 arbeitet sie unter anderem an einer immer länger werdenden Fotoreihe, deren einzelne Bilder durch eine roten Faden miteinander verbunden sind. Schöne Idee! Hier kann man sich die ganze Reihe anschauen. (via Famille Summerbelle)

Muriel Décaillet is an artist living and working in Geneva, Switzerland. Since 2008 she is working on a series of photos, which are stringed together by a red line. You can see them all here.

fil-rouge
{Bilder mit freundlicher Erlaubnis von Muriel Decaillet}


Höchste Zeit für einen neuen Kalender

kalender2010
{Februar von Anja Telkmann, März von Karin Planting, April von Michelle Duda}

Der Sven hat mich netterweise darauf aufmerksam gemacht, dass es wie im letzten Jahr auch für 2010 wieder einen PDF-Kalender gibt, der von 12 verschiedenen Designern gestaltet wurde. Als Download ist er gratis, eine gedruckte Version kann man per E-Mail anfragen. Ich finde ihn auch diesmal wieder sehr gelungen! Eine Neuerung ist das Format: wenn der Monat um ist, kann man das Motiv als Postkarte verwenden …

Als Alternative dazu möchte ich den ebenfalls kostenlosen Kalender von Erika Givens von Gleaux aus San Francisco erwähnen — Download hier bei Love. Obsess. Inspire. (via How about orange)

Mibo hat für nächstes Jahr auch wieder was Hübsches gemacht, zum Beispiel diesen Jahresplaner. Der schönste Jahresplaner, den ich bisher gefunden habe, stammt aber von Crispin Finn. Zwar ist er nicht kostenlos und auch nicht zum Herunterladen, dafür aber schon fertig gedruckt und gar nicht so teuer … (via swissmiss)

10. Dezember 2009

Daily Drop Cap


J essica Hische ist Designerin und Illustratorin und lebt in Brooklyn. Eines ihrer Spezialgebiete ist handgemachte Typografie. Bei Daily Drop Cap veröffentlicht sie alle paar Tage einen illustrierten Buchstaben, den man unter CC-Lizenz für den eigenen Blog als Initiale verwenden kann. Den dafür nötigen Code liefert sie netterweise gleich mit dazu. Jessicas Blog und ihr restliches Portfolio sind übrigens auch einen Blick wert.

(gefunden via Cookie)


A sticker a day

Als Kind habe ich einmal für eine Weile Bananenaufkleber gesammelt, die ich fein säuberlich auf kleine Kartons geklebt und in einem alten Briefmarkenalbum aufbewahrt habe. Ich weiß nicht mehr, was aus dem Album geworden ist oder wie voll es am Ende war … Auf jeden Fall war ich selbst überrascht, wie viele verschiedene solcher Aufkleber es tatsächlich gibt. Und sicherlich wäre ich begeistert gewesen, wenn es damals schon so ein tolles Sammelposter wie »An apple a day« von Vik gegeben hätte (das man ja bestimmt auch für andere Obstsorten umfunktionieren darf):

(via Design Milk)


Selbstmachlampen

Vor ein paar Monaten hatte ich an dieser Stelle schon einmal die schönen Teetassenlampen von domestic construction vorgestellt. Man kann sie bei Etsy bestellen, aber sie sind leider gar nicht so günstig. Sicher kann man so etwas auch irgendwie selber machen, aber für die Sache mit dem Porzellan habe ich spontan erstmal keine Lösung (oder kein Werkzeug) parat …

Zum Glück für mich gibt es Das rote Paket. Dort hat man nämlich neulich zu einem Ideenwettbewerb für Ready-Made-Leuchten aufgerufen. Vorgabe war, dass so eine Lampe ganz einfach nachzubauen sein muss, nicht mehr als 40 Euro kosten darf und nebenbei auch noch gut aussehen soll. Die Einreichungen sind jetzt online. Und es sind etliche gute Ideen dabei.


{Fotos mit freundlicher Erlaubnis von Das rote Paket}

Meine Lieblinge sind:
LE mal 6, an einer Steckerleiste (!) hängende Glühbirnen von Bernhard Elsässer aus Halle / Saale
Tortenspitzen von Monika Mehlitz aus Olching
& Lichtsalat mit einem Lampenschirm aus einem Seiher von Martin Klindtworth aus Leipzig

Nächste Woche ist dann die Siegerehrung; ich bin sehr gespannt, ob es einen meiner Favoriten trifft!

Eine sehr hübsche Übung für Bastler ist übrigens auch Jessicas Nachttischlampe aus Eisschirmchen. Außerdem schön: die Hängelampe aus Einmachgläsern bei Design*Sponge. Wer’s dann doch ein bisschen klassischer mag, dem gefällt vielleicht die Wickellampe aus Hanffasern von Craftynest. Und hier gibt’s zu guter letzt noch eine Anleitung von Paul Lowe für eine Stehlampe aus alten Teekannen.

Update, 12. Mai 2009: Hier sind jetzt die drei Das-rote-Paket-Gewinner zu sehen. Und bei Platz 1 waren die Jury und ich sogar derselben Meinung ;)


Sichtschutzmuster aus Briefumschlägen

Ist Euch schon mal aufgefallen, wie viele verschiedene Arten es von diesen Sicherheitsmustern gibt? Vor ein paar Jahren hatte ich mal einen Kunden, der im Rahmen einer Geschäftsaussttattung eines brauchte — bis dahin dachte ich ja, die seien genormt … Sind sie aber ganz offensichtlich nicht, man muss sie sich nur mal ein bisschen genauer anschauen:

#1 scheint mir das am häufigsten verwendete Muster zu sein, #2 ist das der Sparkasse, #3 das der Arbeitsagentur. #4 kommt hierher, #5 von der Firma Datev, #6 und #7 von der Telekom (wo man wohl zwischen normal geheimen und sehr geheimen Briefen unterscheidet). Bei #8 hat die Techniker Krankenkasse ein Muster aus ihrem Logo erstellt. #9 und 10 sind meine bisherigen Lieblinge: von der Bausparkasse Schwäbisch Hall und den Éditions Pyramyd aus Paris. Und #11 ist mal was ganz anderes, nämlich die Rückseite einer Memorykarte.

Eine ganze Weile sammle ich diese Muster nun also schon. Mir ist nur nie eingefallen, was ich eigentlich mal damit anfangen will. Ein paar haben immerhin Anwendung in kleinen Collagen und Basteleien gefunden, aber die richtig zündende Idee kam mir noch nicht … Jetzt kam Becky Johnson von Sweetie Pie Press mir zuvor und hat ganz einfach Buttons draus gemacht. Super, oder? Und eine viel schönere Sammlung als meine hat sie obendrein!


Designklassiker: IQ light

Zugegeben: Bis vor Kurzem habe ich selbst nicht gewusst, dass es sich bei dieser Lampe, die ich natürlich schon oft (und etwas zu oft in den überfüllten Schaufenstern kleiner Esoterikläden) gesehen hatte, um einen echten Designklassiker handelt … Nichtsdestotrotz: Das modulare Lampensystem »IQ light« wurde 1972 vom dänischen Designer Holger Strøm erfunden, wobei IQ für Interlocking Quadrilaterals steht.

Seit mir vor Jahren mal ein junger Mann in einem Bastelladen eine seltsam schiefe Schablone gezeigt und behauptet hatte, er würde daraus eine Lampe machen, wollte ich das auch unbedingt mal ausprobieren. Aber es ist gar nicht so einfach, eine Anleitung zu finden, wenn man nicht viel mehr als »Lampe aus zusammengesteckten Einzelteilen« googlen kann … Wie auch immer, quasi zufällig bin ich fündig geworden. Für die recht kleine Lampe auf dem Foto habe ich 0,2 mm starke Lampenschirmfolie mit Nesselstoff bezogen. Größere Lampen brauchen sicher dickere Folie. Am kniffligsten ist das Zusammensetzen (von wegen IQ! — fast hätte ich aufgegeben), am besten nimmt man für den Anfang nicht mehr als 30 Puzzleteile.

Wer Spaß dran findet, kann die Lampe dann in x verschiedenen Versionen machen: nicht nur mit unterschiedlicher Anzahl an Teilen, sondern auch mit etwas anderen Schablonen (hier im Mexican Style) oder insgesamt sehr viel freier interpretiert.


Notizbuch für Streetart-Freunde

Super! Sherwood Forlee aus New York hat das Walls Notebook erfunden, ein Skizzen- oder Notizbuch mit Bildern von leeren Wänden für alle, die sich mal ein bisschen in Streetart üben wollen. Unter dem Menüpunkt Gallery kann man das sogar gleich online tun (man beachte meine schöne Katze).

Kaufen kann man das 160-Seiten-Buch ab Anfang März.


This book will be famous

thisbookwillbefamous

Nicki von Monster-Munch und Asi von No Man’s Blog hatten neulich eine schöne Idee. Sie haben eine Art Kettenbrief-Buch gemacht, das nach und nach von immer berühmteren Leuten vollgeschrieben oder -gemalt werden soll, um am Ende dann für einen guten Zweck versteigert zu werden:

Well it’s a bit of a cross between Pass the Parcel, Consequences, and the 6 Degrees of Kevin Bacon. There’s 6 spreads in the book, and we’ve sent it to the most famous person we know to create something or leave a message, and then pass it on to the most famous person they know. Fingers crossed it will get to some exciting people along the way.

Ich hoffe, das Buch hat eine gute Reise und bin gespannt, wie es mit ihm weitergeht.

28. November 2008

Strandtiere

An einem Abend letzter Woche habe ich leider nur noch das Ende eines sehr spannenden Beitrags über Theo Jansen auf Arte (wo schon öfter über ihn berichtet wurde) gesehen. Deshalb habe ich ein wenig recherchiert: Der niederländische Künstler, der auch Ingenieur ist, baut am Strand von Delft riesengroße kinetische Wesen, die, nur durch Wind angetrieben, »selbst« herumlaufen und sich, wenn Sturm aufkommt, alleine im Sand verankern. Sie weichen natürlich auch Hindernissen aus und kehren einfach um, wenn sie zu nah ans Wasser kommen … Auf Youtube habe ich einen Werbespot von BMW gefunden, der 2006 in Südafrika mit Jansen gedreht wurde:

Unbedingt sollte man sich auch sein Rhinozeros ansehen.

20. August 2008