Wie sieht’s denn hier aus?

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Unter »in English« wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


»Mrs Palfrey at the Claremont«: Plakat für Doedemee

Mein Plakat für Doedemee ist fertig!

 

Das Projekt

Doedemee entstand durch die Initiative von Tom Haentjens und dem Team seiner Designagentur beshart aus Antwerpen. Es geht um Folgendes:

»[…] we’ve gathered 100 creatives from 28 different countries to help us fight illiteracy. Each of them will re-cover a classic novel that appears on the Observers ‚100 Greatest Novels of All Times‘. This unique collection of cover designs will be sold online as posters and proceeds will go to an organization fighting illiteracy. The 100 posters are also available as expo.«

Ich hatte die Freude, mit dem Buch »Mrs Palfrey at the Claremont« dabei zu sein – als eine von nur zwei deutschen Designern. Die zweite im Bunde ist übrigens Sandra Monat, die viele sicher über ihr Label herzensart kennen und auf deren Beitrag ich schon sehr neugierig bin.

Ebenso gespannt bin ich auf die Arbeit von Lesley Barnes (UK), deren Animationen für Belle & Sebastian 2011 überall viel Lob geerntet haben.

Auf einige der entstandenen Plakate konnte man schon einen kleinen Blick werfen. So wie es aussieht, sind ein paar hervorragende Arbeiten darunter! Ein großes Highlight ist auf alle Fälle der Entwurf für »Don Quijote« von Lobulo Design aus London. Über dessen Entstehungsprozeß gibt es sogar einen Film.

 

Das Buch

»Mrs Palfrey at the Claremont«, Platz 77 der besagten Liste, ist ein Roman der englischen Autorin Elizabeth Taylor aus dem Jahr 1971. Es ist die Geschichte von Laura Palfrey, die nach dem Tod Ihres Mannes nach London ins Claremont Hotel, eine Art Seniorenhotel, zieht und dort versucht, etwas anderes mit ihrem Leben anzufangen als auf den Tod zu warten – oder zumindest der Langeweile zu entgehen.

Durch Zufall lernt sie den jungen Ludo kennen, der Schriftsteller werden will, momentan aber bloß hart an der Armutsgrenze lebt. Zwischen beiden entsteht eine Art von Freundschaft.

Als Taylor das Buch schrieb, war sie 64 Jahre alt. Es ist ein insgesamt sicherlich trauriges Buch, menschlich extrem gut beobachtet, auf den Punkt formuliert und mit einer gehörigen Portion trockenem Humor ausgestattet. Trotz der Leichtigkeit, die dadurch entsteht, hinterlässt es im Leser ein deutliches Gefühl von Melancholie.

 

Mein Plakat

Obwohl der Observer das Buch offenbar zu den 100 besten und wichtigsten Romanen zählt, und es 2005 sogar verfilmt wurde (etwas zu klamaukiger Trailer: hier), gibt es bis heute keine deutsche Übersetzung.

Spätestens seit »Birnbaum« ist das Thema Altern ja kein Neuland für mich, und die Plakatgestaltung war daher eine sehr schöne Aufgabe.

In meinem Cover, das sich deutlich von den bisher existierenden Titeln unterscheidet, habe ich versucht, die Stimmung des Buches aufzufangen: die Melancholie und das Altwerden zu thematisieren (das Herbstlaub, die stark abstrahierte Andeutung der Jahresringe, …), aber gleichzeitg seine leichte Note zu bewahren.

Ich wünsche dem Projekt sehr viel Erfolg und bin gespannt, wie es sich entwickelt.


»The Girl With Seven Horses«

Foto mit freundlicher Erlaubnis von Ulrika Kestere

Ulrika Kestere ist eine junge Fotografin aus Lettland, die heute in Lund in Schweden lebt. Im letzten halbem Jahr hat sie eine schöne Reihe aus sieben Fotos verwirklicht, auf denen in verschiedenen Situationen Pferde zu sehen sind, die aus auf dem Boden liegenden Kleidungsstücken bestehen – auf einem der Bilder kann man sogar erkennen, wie die Pferdesilhouette nicht nur aus Kleidern, sondern auch aus einem echten Hund gebildet wird!

Hier kann man alle sieben Fotos sehen und auch ein bisschen über die Hintergründe des Projektes erfahren. In ihrem Blog hat Ulrika heute angekündigt, dass zwei der Fotos bald als Drucke erhältlich sein werden.

(via)

 

Ulrika Kestere is a young photographer living in Sweden. From October 2011 to January 2012 she was working on her photo project »The Girl With Seven Horses«. See all seven photos and read the stroy behind the series here. As Ulrika told on her blog today, prints of two of the pictures will be available soon.

 

PS: Hier gibt es ein Interview mit Ulrika. /// Read an interview with Ulrika here.


Veröffentlichung in japanischem Designbuch: »More Graphic Simplicity«

Kleines Vorschaubild: Visuelle Zeiten in »More Graphic Simplicity«

PIE Books ist ein Fachverlag für Designbücher aus Tokyo. Im Jahr 2008 hat er das Buch »Graphic Simplicity« herausgebracht. Darin geht es um folgendes Thema:

»Simplicity is an ultimate element in design, but it is also difficult for designers to reach the level of sophistication in this point of view.«

Das Buch war so erfolgreich, dass es nun einen Nachfolger gibt: »More Graphic Simplicity«. Wir haben uns riesig gefreut, als uns der Verlag Ende letzten Jahres kontaktierte und unsere Arbeiten für die Kita Ferschweiler darin vorstellen wollte. Nachdem der Tsunami im vergangenen März Teile der Papierfabriken zerstört und damit auch die Veröffentlichungspläne durcheinandergerüttelt hatte, ist es nun soweit – ab Ende September 2011 wird das knapp 200 Seiten dicke, über DIN-A4-große Hardcover-Buch in Deutschland erhältlich sein. Hier könnt Ihr es jetzt schon vorbestellen.

Our work for Kita Ferschweiler is featured in »More Graphic Simplicity« – a follow up to the successful design book »Graphic Simplicity« by Japanese publisher PIE Books, Tokyo.


Noch’n Interview


Bei EardrumsPop ist ein Interview mit mir erschienen. Und ein paar Bilder gibt es auch zu sehen :-)

EardrumsPop has just published an interview with me.


Today I saw #2


Mein Beitrag zu Jills »Today I saw«Postcard-Swap ist unterwegs zu Lori in Kanada. Alle anderen gibt’s bei Flickr.
Und hier könnt Ihr sehen, welche Karte ich bekomme …

My postcard for Jill’s »Today I Saw« postcard swap is now on its way to Lori in Canada. You’ll find all the other postcards on Flickr.
And here you can
have a look at the drawing that Lori sent to me …


Erdbeertriumph

Ha! Nicht nur, dass meine neue Erdbeerpflanze schon ganze zwei Wochen meiner Pflege überlebt hat. Da entdecke ich heute doch tatsächlich schon die erste sehr ansehnliche Erdbeere – wow.

My new strawberry plant is still alive, and has already grown its very first beautiful strawberry :)


Lobster 1.3


Pablo Impallari
lebt in Argentinien, ist Webdesigner und Schriftentwickler. Mit seiner Lobster hat er einen Freefont ganz nach meinem Geschamck entworfen. Toll für Überschriften! Die aktuelle Version 1.3 enthält 74 Ligaturen und viele weitere Extras. Pablo erklärt auf der Website übrigens auch sehr anschaulich, welche besonderen Schwierigkeiten sich beim Entwickeln eines Scriptfonts ergeben und wie er diese bei der Lobster aus dem Weg räumt. Er bittet ausdrücklich um Mithilfe und Feedback, denn die Lobster wird ständig weiterentwickelt. Lizenziert unter: SIL Open Font License.

(Entdeckt habe ich die Lobster übrigens bei Jessica.)

Pablo Impallari is a web designer and font developer from Argentina. His first typeface, a free font called Lobster is a very nice script, that contains 74 ligatures, a lot more extras – and Pablo is still developing it further. It is licensed under SIL Open Font License.
(via Jessica)


»Today I saw«

Jill Wignall lebt in England und zeichnet seit fast einem Jahr täglich eine Kleinigkeit aus ihrem Alltag auf eine Postkarte, die sie dann in die Welt hinaus schickt. Tolle Idee (und gutes Durchhaltevermögen …). Heute ist eine ihrer Karten bei mir angekommen! Danke, Jill.

Das Motiv war übrigens super gewählt: Seit ein paar Tagen besitze nämlich auch ich eine Erdbeerpflanze :)

Jill Wignall lives in England. Every day for almost one year, she draws something she saw onto a postcard. And then she sends it to somebody. What a great idea! Today, I found one of her postcards in our post box. Thanks, Jill!

Only few days ago, I got my own strawberry plant …

Nachtrag, 26. Mai 2010: Schaut mal – für alle, die traurig waren, dass das »Today I saw«-Projekt bald zu Ende geht, plant Jill zum Abschluss einen großen Postcard Swap. Bis zum 4. Juni kann man sich noch zum Mitmachen anmelden.


»Keksherz«


{Foto mit freundlicher Erlaubnis von corazón de galleta}

Auf Ari, die eigentlich Ariadna heißt, bin ich über einen Beitrag von Jodii aufmerksam geworden. Sie ist 30 Jahre alt, lebt in Barcelona und ist selbständige Werbetexterin. Ihr Studio Haiku hat sie zusammen mit ihrem Freund ungefähr zur gleichen Zeit gegründet wie wir unseres … Tolle Sachen machen die beiden! Nebenbei besitzt Ari einen hübschen Etsy-Shop, in dem sie so coole Halsketten wie im Bild oben verkauft. Wie ihr Laden einmal heißen soll, hat sie sich schon als Kind überlegt: corazón de galleta – Keksherz.

Außerdem hat sie ein lustiges Blog, in dem sie Bilder sammelt auf denen man Gesichter erkennen kann. Das Blog-Design hat sie von ihrem Freund zum Geburtstag bekommen :)

(Apropos Gesichter erkennen: François und Jean Robert haben solche Gesichter auch schon mal gesammelt, und zwar bereits seit den Siebzigern. 2005 haben sie ihre Sammlung in Buchform veröffentlicht.)

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Ari, short for Ariadna, is 30 years old and lives in Barcelona where she works as a copywriter. About one year ago, she and her boyfriend decided to start their own creative studio called Haiku. And besides, she is the owner of a lovely Etsy-shop, corazón de galleta, where you can buy necklaces made of tiny coloured pencils. I like how she found the name for her shop:

»When I was a child, I made myself a lovely purse using a box of cookies to help getting the shape I wanted. That’s when I decided the day I had a shop it would be called corazón de galleta (cookie heart in spanish)

On her blog, Ari shows photos of objects that have faces – including her own finds and those that people send her. The blog design was a birthday present from her boyfriend!

(Speaking of collecting objects with faces: François and Jean Robert have done so, too. They have published a great book with their collection in 2005.)


Häkelhocker


{Foto mit freundlicher Erlaubnis von Ingrid Jansen}

Ingrid Jansen kommt aus Dordrecht in den Niederlanden und hat vor einigen Jahre begonnen, lustige Hocker aus alten Latten zu bauen und mit bunten Häkelüberzügen zu beziehen. Eines Tages wurde aus dieser guten Idee eine eigene kleine Firma namens Wood & Wool Stool, über die sie inzwischen auch weitere schöne Recycle- und Häkelprodukte anbietet.
Ein Blog hat Ingrid übrigens auch und ein Interview mit ihr gibt’s bei Bloesem.

Ingrid Jansen lives in Dordrecht in the Netherlands. A few years ago, she had the idea to make a stool from old wood with a crocheted slipcover. This is how her little company called Wood & Wool Stool started. Today, she offers a variety of very nice recycled and crocheted products.
Ingrid has her own blog, and there’s an interview with her over at Bloesem’s.