Wie sieht’s denn hier aus?

Archiv:

Unter »Inspiration« wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


Blau

Fähre, Ostsee

Schnell mal ein paar kleine Links zum Thema Farbe:

»Why Color Matters«
»A Guide to Choosing Colors for Your Brand«
»Cymbolism«


Deutschsprachige Handmade-Magazine

Handmade 2.0 ist weit und breit sicherlich das unemotionalste Blog in Sachen Handmade. Es klingt zwar nicht so, aber ich meine das durchaus positiv. Vor ein paar Tagen hat Anissa einen hübschen Überblick über die aktuellen deutschen Handmade-Magazine veröffentlicht, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist.

Von Cut, Kleinformat und Handmade Kultur habe auch ich mir die jeweils erste(n) Ausgaben angesehen; geblieben bin ich schließlich bei der Cut. Es stimmt zwar, dass sie recht fashion-lastig ist, und für meinen persönlichen Geschmack vielleicht etwas zu sehr auf dieses Thema konzentriert … Aber sie ist mit Abstand am originellsten gestaltet – detailverliebt und zu großen Teilen tatsächlich auch handgemacht im wahrsten Sinne des Wortes (hier und hier jeweils ein Beispiel von Anna Härlin), während ihre Mitstreiter vom Editorial Design her auf mich zwar meist solide, aber wenig mutig wirken. Das ist ein bisschen schade.


»The Girl With Seven Horses«

Foto mit freundlicher Erlaubnis von Ulrika Kestere

Ulrika Kestere ist eine junge Fotografin aus Lettland, die heute in Lund in Schweden lebt. Im letzten halbem Jahr hat sie eine schöne Reihe aus sieben Fotos verwirklicht, auf denen in verschiedenen Situationen Pferde zu sehen sind, die aus auf dem Boden liegenden Kleidungsstücken bestehen – auf einem der Bilder kann man sogar erkennen, wie die Pferdesilhouette nicht nur aus Kleidern, sondern auch aus einem echten Hund gebildet wird!

Hier kann man alle sieben Fotos sehen und auch ein bisschen über die Hintergründe des Projektes erfahren. In ihrem Blog hat Ulrika heute angekündigt, dass zwei der Fotos bald als Drucke erhältlich sein werden.

(via)

 

Ulrika Kestere is a young photographer living in Sweden. From October 2011 to January 2012 she was working on her photo project »The Girl With Seven Horses«. See all seven photos and read the stroy behind the series here. As Ulrika told on her blog today, prints of two of the pictures will be available soon.

 

PS: Hier gibt es ein Interview mit Ulrika. /// Read an interview with Ulrika here.


Evelyn Evelyn: »Have You Seen My Sister Evelyn?«

Kennt Ihr schon diesen originellen und extrem professionell umgesetzten Videoclip, den u.a. Hoku Uchiyama und Adam Bolt im letzten Herbst für Evelyn Evelyn realisiert haben? Ich musste erstmal eine Weile überlegen, bis ich überhaupt eine Ahnung davon bekam, wie sie das gemacht haben könnten. Tolle Arbeit!

(via)

15. Januar 2012

Briefmarkensammlung

Peter Glaab macht hier auf eine sehr schöne Briefmarkensammlung aufmerksam, die die Kat Ran Press aus Massachusetts zusammengetragen hat: die Briefmarken wurden von berühmten Typografen oder Gestal­tungs­größen verwandter Disziplinen entworfen; die jüngste von ihnen ist sicher Jessica Hische (die ich hier schon einmal erwähnt hatte).

Es befinden sich auch einige Überraschungen darunter. Zum Beispiel sind mir in den letzten Jahren die Briefmarken 100 Jahre Motorflug (2008) und Historischer Motorsport (2009) im Alltag durchaus positiv auf­gefallen. Dabei war mir bislang allerdings nicht bekannt, dass sie von Henning Wagenbreth gestaltet wurden, dem wir auch die tolle FF Prater zu verdanken haben …

Sehenswert!


»See something or say something«

In der elften Klasse habe ich mich für einen Erdkunde-Leistungskurs entschieden, weil ich dachte, wir schauen uns da die ganze Zeit jede Menge interessante Karten an. Schnell stellte sich heraus, dass das leider doch nicht der Schwerpunkt des Unterrichts werden sollte. Während ich das meiste von dem, was uns in Erdkunde dann tatsächlich beigebracht wurde, inzwischen längst vergessen habe, ist mir meine Begeisterung fürs Kartenangucken erhalten geblieben.

Eric Fischer hat unter dem Titel »See something or say something« gerade ein paar besonders faszinierende Karten veröffentlicht, zum Beispiel die folgende von Paris.

 

See something or say something: Paris

{Bild mit CC-Lizenz von Eric Fischer: www.flickr.com/photos/walkingsf – CC BY 2.0}

Rote Stellen markieren dabei Orte, von denen bei Flickr ein Foto zu finden ist, an blau markierten Orten haben die Menschen hingegen eher ein Mitteliungsbedürfnis (per Twitter), und für die weißen Punkte trifft beides zu.

Sehr schön, wie man hier die touristisch relevanten Orte anhand der Häufung an Flickr-Fotos erkennen kann! Die starke Konzentration an roten Punkten südwestlich von Paris ist übrigens Versailles. Die weiße Achse, die in Richtung Nordwesten aus dem Stadtzentrum herausragt, führt nach La Défense  ;-)

Fischers weitere Kartenprojekte sind auch einen Blick wert. Mindestens genauso interessant sind die Vergleiche der Orte von Touristen- und Einheimischen-Fotos, »Locals and Tourists«.

(via)


»Build Anything« von Studiocanoe

Habt Ihr schon diesen netten Legofilm gesehen? Temujin Doran aus London hat ihn gemacht (inklusive Musik). Damit hat er es diesen Sommer sogar bis nach Cannes geschafft.

(via ManMade DIY)

25. Oktober 2010

Unverhofft gute Logos #2: HDS

In Dörzbach ist mir an einer Gebäudefassade dieses sehr schön ausgeführte Logo für eine Ventilatorenfirma aufgefallen. Die Idee, beim Entwurf eines Logos ein Bildelement in einen Buchstaben zu integrieren, ist nicht erst seit dem niedlichen Fischlein im O von »Findet Nemo« beliebt. Nur ist es oft recht schwierig, dies mit der jeweils gegebenen Buchstabenkombination auch zu realisieren. Wenn sich aber tatsächlich ein Weg finden lässt, so funktioniert ein solches Logo in den meisten Fällen auch ganz gut.

Beim HDS-Logo hätte man vielleicht noch ein klein wenig an den Feinheiten arbeiten können, doch insgesamt ist es durchaus gelungen.

(An der Umsetzung des Logos auf der Website war allerdings ganz offenbar kein Designer beteiligt. So ist hier beispielsweise durch den Wegfall des Kreises und der drei Linien das Ventilatorenelement nicht mehr eindeutig zu erkennen …)


Die Geschichte des Ringelshirts

Ringelpullover findet jeder toll. Chance hat 2010 eine ganze Kollektion drum herum entworfen. Das Interessanteste daran ist der nette zeitliche Überblick über Streifen-Shirts seit 1858, den man auf der Website in Form einer kleinen Zeitleiste finden kann.
(via)

Notiz am Rande: Noch mehr Streifen, diesmal längs und auf Schürzen, gibt es in diesem gut gemachten Filmchen über zwei charmante New Yorker Schokoladenhersteller zu bewundern. (via)


Ein Herz für Blogs 2010

E in Herz für Blogs, ursprünglich mal von StyleSpion Kai Müller ins Leben gerufen, geht in eine neue Runde. Ich möchte diese Gelegenheit dazu nutzen, nur einen einzigen Blog vorzustellen, und zwar einen, den ich schon sehr lange einmal erwähnen wollte: Anders anziehen von Smilla Dankert aus Köln.

Nun … es gibt ja sooo viele Mode-, Street- oder sagen wir einfach mal Blogs, die sich mit der Kleidung von Leuten befassen. Obwohl ich mich durchaus für Mode interessiere, muss ich zugeben, dass ich die meisten dieser Blogs noch nie lange verfolgt habe. Stinklangweilig. Überbewertet, finde ich.

Außer einem eben. Bei Smilla geht es nicht darum, die getragenen Marken aufzuzählen, sondern tatsächlich um die Menschen dahinter. Sie stellt die richtigen Fragen und kann gut über ihre Begegnungen erzählen. Ihre Motivation beschreibt sie selbst folgendermaßen:

»Als Kostümbildnerin für zeitgenössische Filme interessiert mich noch vor der Mode als Selbstzweck der Mensch und was ihn ausmacht. Wie er sich zeigt, kleidet, bewegt.«

Dabei trifft sie eine sehr gute Auswahl, zeigt Alte und Junge und sucht das wirklich Besondere. Man merkt eben, dass sie vom Fach ist. Also schaut mal vorbei.

25. Mai 2010