Wie sieht’s denn hier aus?

Archiv:

Unter »Klassiker« wurden folgende Beiträge veröffentlicht.


Blicksprung — eine Veranstaltungsreihe für Lesende, Vorlesende & Zuhörende

blicksprung

Vom 2.–28. März in Schwä­bisch Hall: www.blicksprung.net


Blicksprung — eine Veranstaltungsreihe für Lesende, Vorlesende & Zuhörende

Ich habe Neu­ig­keiten: Wir holen die DoeDeMee-Aus­stel­lung nach Schwä­bisch Hall!

Und damit nicht genug – in Zusam­men­ar­beit mit meiner Kol­legin Gudrun H. Hölzer haben wir ein tolles Rah­men­pro­gramm rund um das Thema Lesen auf die Beine gestellt.

 

Unsere High­lights:

DoeDeMee oder: 100 Desi­gner, 100 Romane, 100 Pla­kate

Die Aus­stel­lung zeigt Pla­kate zu den hun­dert besten Büchern aller Zeiten, gestaltet von hun­dert Krea­tiven aus aller Welt. Das Pro­jekt wurde von UNESCO Europe aner­kannt und macht auf das Thema Analpha­be­tismus auf­merksam. Initi­iert wurde es vom Desi­gn­büro beshart aus Ant­werpen im Früh­jahr 2012. (Ihr erin­nert Euch? – Ich hatte auch ein Plakat gestaltet).

 

»Moby-Dick«, Plakat von Shelley Revill (UK), »Don Qui­jote«, Plakat von Lobulo Design (UK), »The Bro­thers Kara­mazov«, Plakat von Ilya Donets (RUS)

Die Wan­der­aus­stel­lung war im ver­gan­genen Herbst bereits in Ant­werpen zu sehen und wird 2013 in Städten wie Brüssel, Maas­tricht und Paris zu Gast sein. Mit Schwä­bisch Hall sind wir als erstem Ort in Deustch­land dabei!

Wei­ter­füh­rende Infos zum Pro­jekt: DoeDeMee-Website, Page-Online-Artikel (11.10.12).

 

Lesungen

Die Rezi­ta­torin Doris Hubach liest am Freitag, den 15. März 2013.

Der Schau­spieler Andreas Entner liest am Samstag, den 23. März 2013.

 

Work­shops

Über die VHS Schwä­bisch Hall bieten wir zwei »Literaturbastelei»-Work­shops an: am 22. März für Kinder und für Erwach­sene am 23. März 2013.

 

Ver­an­stal­tungort ist das Ate­lier­haus Hir­ten­scheuer (Ein­gang Hirsch­graben).

Alles wei­tere Wich­tige, zum Bei­spiel auch einen Über­sichts­ka­lender mit Ter­minen und Öffnungs­zeiten, findet Ihr auf der offi­zi­ellen Blicksprung-Website.

Kommt vorbei! Wir freuen uns.


Buttersauciere, Arzberg 2025

Dieses Schätz­chen ist ges­tern bei uns ein­ge­zogen. Wie Ihr seht, han­delt es sich hier um die ham­mer­schönste But­ter­sau­ciere der Welt …

Sie ist Teil der Arzberg-Serie 2025 von Hein­rich Löf­fel­hardt mit dem Dekor »Fili­gran« und ein ziem­lich sel­tenes Stück. Laut Boden­marke (PDF) ist sie zwi­schen 1947 und 1970 ent­standen.

Ich habe dafür unsinnig viel Geld aus­ge­geben — beson­ders, wenn man bedenkt, dass dies schon der zweite Anlauf war, und mir vor einigen Jahren schon mal eine bereits gekaufte Sau­ciere auf dem Postweg ver­schollen ist. Aber: ich habe in den letzten Monaten sehr viel gear­beitet; eine Beloh­nung musste her.


Flohmarktfund: Emaille-Topf

Ein alter Klam­mer­topf der Firma MES Bunt­stahl (Mit­tel­deut­sche Email­lier­werke M. Frat­scher & Co., Sins­heim / Seli­gen­stadt). Wie man auf diesem Foto sehen kann, fehlen bei meinem Topf zwar die Griffe, aber das stört mich nicht. Zum Kochen möchte ich ihn eh nicht ver­wenden. Dazu ist er doch viel zu schade …

Nur – wozu dann?

PS: Bei Ebay gibt’s immer mal wieder ein paar schöne Exem­plare zu erstei­gern. Beson­ders toll sind die Milch­töpfe.


Logoraten

Graham Smith aus Sea­ford / Süd­eng­land hat sich einen Spaß daraus gemacht, bekannte und weniger bekannte Logos so stark auf ihre wesent­li­chen Merk­male zu redu­zieren, dass ledig­lich Farben und Kreise übrig bleiben und man nur noch erahnen kann, um welche Marke es sich han­delt.

Das funk­tio­niert aller­dings erstaun­lich gut!

Hier kann man mitraten; bei Flickr gibt’s eine Über­sicht.

(via)


Tomi Ungerer in Schwäbisch Hall

In Schwä­bisch Hall wird im Ver­gleich zu anderen kleinen Städten in kul­tu­reller Sicht recht viel geboten. Ich denke, das liegt an unserer etwas »iso­lierten« Lage, bei der alle grö­ßeren Städte ein ganzes Stück ent­fernt sind.

Ein Bei­spiel dafür ist die Kunst­halle Würth, die regel­mäßig hoch­ka­rä­tige Künstler in die Stadt holt, zuletzt Tomi Ungerer. Heute war Finis­sage der vier­mo­na­tigen Aus­stel­lung, und Ungerer selbst war zu einer Signier­stunde gekommen. Dazu gab’s nette Jazz­musik am Kla­vier.

Die Schlange war sehr lang, und der bald 80-jährige Ungerer schon ein biss­chen müde, als ich an die Reihe kam. Da ich den Mond­mann, eines meiner liebsten Kind­heits­bü­cher, nicht zur Hand hatte, habe ich mir ein Bild signieren lassen, das ich in seinem großen Kat­zen­buch gefunden habe: es ist ein col­la­giertes Kätz­chen aus Sicher­heits­mus­tern! Ha – ist der doch schon lange vor mir auf die Idee gekommen, mit diesen Mus­tern zu arbeiten …

PS: Gerade ent­deckt – Der Mond­mann als Kurz­film von 2007.
Inter­es­sant.


Die Geschichte des Ringelshirts

Rin­gel­pull­over findet jeder toll. Chance hat 2010 eine ganze Kol­lek­tion drum herum ent­worfen. Das Inter­es­san­teste daran ist der nette zeit­liche Über­blick über Streifen-Shirts seit 1858, den man auf der Web­site in Form einer kleinen Zeit­leiste finden kann.
(via)

Notiz am Rande: Noch mehr Streifen, diesmal längs und auf Schürzen, gibt es in diesem gut gemachten Film­chen über zwei char­mante New Yorker Scho­ko­la­den­her­steller zu bewun­dern. (via)


Charlotte Perriand: der schönste Stuhl der Welt

Auf die Frage, wer denn den schönsten Stuhl der Welt ent­worfen hat, würden die meisten ver­mut­lich mit »Verner Panton!« ant­worten. Aber viel­leicht ist sein Stuhl auch ein­fach nur der bekann­teste.

Für mich ist diese Frage schon seit einiger Zeit geklärt. Mein schönster Stuhl der Welt wurde in den Sech­ziger Jahren für die fran­zö­si­sche Ski-Station Les Arcs ent­worfen. Das Design wird Char­lotte Per­riand (1903–1999) zuge­schrieben. Offenbar war wohl ein grö­ßeres Team für die Gesamt­ge­stal­tung des Resorts ver­ant­wort­lich, zu dem maß­geb­lich auch Le Cor­bu­sier gehörte.

Der Stuhl besteht aus Leder und Stahl. Es gibt ver­schie­dene Vari­anten, manchmal ist das Leder ein­ge­färbt, manchmal der Stahl schwarz, aber die »natur­be­las­sene« Ver­sion gefällt mir ein­deutig am besten. Wie man sich vor­stellen kann, sind diese Stühle heute recht selten zu finden und natür­lich auch nicht beson­ders günstig. Ich per­sön­lich finde es nicht wichtig, dass alle Stühle um einen Tisch herum die glei­chen sind; mir würde also schon ein ein­ziger davon genügen. Sollte da also zufällig so einer bei einem meiner Lesern im Keller rum­stehen, und er wird nicht gebraucht …

Mehr Infos über Char­lotte Per­riand.

(Zwei Blogs nur über Stühle: hier & hier)


Bai Jia Bei #31

Drei wun­der­schöne Stücke Stoff sind hier aus Münster ein­ge­troffen. Geschickt wurden sie von Julia, Stefan und ihrer Tochter Lotta. Wie die Stoff­aus­wahl zustande gekommen ist, hat Julia mir in einem Brief erklärt: Der rot-weiß-gepunktete ist ihr eigener Lieb­lings­stoff, Stefan findet »hell­blaues Vichy­karo kann einen Mann sein Leben lang begleiten« und die fünf­jäh­rige Lotta ist der Mei­nung, dass ohne die Raupe Nim­mer­satt »gar nichts geht« :)

Vielen lieben Dank für dieses tolle Päck­chen! Somit fehlen mir also nur noch 24 Stoff­zu­schnitte für Jan­nohs Decke …

PS: Sollte hier ein Banause mit­lesen, der den Kin­der­buch­klas­siker von Eric Carle nicht kennt – hier bit­te­schön, »Die kleine Raupe Nim­mer­satt« von 1969:

(Und übri­gens: Eric Carle, der im Sommer 81 Jahre alt wird, hat auch ein Weblog.)


Gute Laune per Kunstgeschichte


{<a href=»http://vimeo.com/9752986»_blank«>70 Mil­lion by Hold Your Horses! from L’Ogre on Vimeo}

Hold Your Horses! ist eine sym­pa­thi­sche Band aus Paris, die ich soeben über Spree­blick ken­nen­ge­lernt habe und die Ende Februar ein lus­tiges neues Video ver­öf­fent­licht hat. Darin werden quer durch die Kunst­ge­schichte mal eben alle Klas­siker nach­ge­stellt, die einem so ein­fallen. Die Idee mag viel­leicht nicht ganz neu sein, aber selten hat mir sowas derart gute Laune bereitet. Und ein hüb­sches Lied ist »70 Mil­lion« ohnehin …

Wer nicht alle Kunst­werke zuordnen kann, dem wird hier bei Flickr geholfen, wo jemand freund­li­cher­weise schon mal einen Spick­zettel vor­be­reitet hat.

02. März 2010