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Zugegeben: Bis vor Kurzem habe ich selbst nicht gewusst, dass es sich bei dieser Lampe, die ich natürlich schon oft (und etwas zu oft in den überfüllten Schaufenstern kleiner Esoterikläden) gesehen hatte, um einen echten Designklassiker handelt … Nichtsdestotrotz: Das modulare Lampensystem »IQ light« wurde 1972 vom dänischen Designer Holger Strøm erfunden, wobei IQ für Interlocking Quadrilaterals steht.
Seit mir vor Jahren mal ein junger Mann in einem Bastelladen eine seltsam schiefe Schablone gezeigt und behauptet hatte, er würde daraus eine Lampe machen, wollte ich das auch unbedingt mal ausprobieren. Aber es ist gar nicht so einfach, eine Anleitung zu finden, wenn man nicht viel mehr als »Lampe aus zusammengesteckten Einzelteilen« googlen kann … Wie auch immer, quasi zufällig bin ich fündig geworden. Für die recht kleine Lampe auf dem Foto habe ich 0,2 mm starke Lampenschirmfolie mit Nesselstoff bezogen. Größere Lampen brauchen sicher dickere Folie. Am kniffligsten ist das Zusammensetzen (von wegen IQ! — fast hätte ich aufgegeben), am besten nimmt man für den Anfang nicht mehr als 30 Puzzleteile.
Wer Spaß dran findet, kann die Lampe dann in x verschiedenen Versionen machen: nicht nur mit unterschiedlicher Anzahl an Teilen, sondern auch mit etwas anderen Schablonen (hier im Mexican Style) oder insgesamt sehr viel freier interpretiert.
The Pogues & Kirsty MacColl: »Fairytale of New York«. Hier gibt’s eine sehr interessante sechsteilige BBC-Dokumentation (von 2005) über die Entstehungsgeschichte des Liedes.

Bei dem freundlichen Trödel- und Antikhändler im Haal in Schwäbisch Hall habe ich diese gerahmte Albrecht-Dürer-Postkarte erstanden. Ich wüsste gerne, von wann der Druck ist, aber ich traue mich nicht, den so sorgfältig verklebten Rahmen hinten zu öffnen. auf der Rückseite konnte ich nur die Verlagsangabe »F.A. Ackermanns Kunstverlag München« und leider keine Jahreszahl finden. Im Original ist das Bild übrigens auch nur 11 x 14 cm groß.

{Foto mit freundlicher Erlaubnis von Brian Chan}
Und wo wir gerade beim Thema sind: Das MIT war mir bisher nicht in erster Linie durch seine gelungenen Origamiarbeiten ein Begriff … Aber seit ich die Bildergalerien vom OrigaMIT-Club gesehen habe, hat sich mein Bild vom MIT ein bisschen gewandelt. Besonders cool sind die Insekten von Brian Chan — mein Lieblingsstück ist dieser Hirschkäfer, wohl nicht zuletzt deshalb, weil er dem von Dürer so ähnlich sieht.
(gefunden bei Monster-Munch)
Nachtrag: noch mehr Origami, aber diesmal im Bewegtbild — In diesem Fünfminüter wird die Geschichte der japanischen Sportschuhfirma Asics nacherzählt.
Von Stuttgart aus ist es nach Straßburg gar nicht weit, besonders wenn man den TGV nimmt ;) In einer guten Stunde ist man da. So ein TGV ist super: Wenn man will, bekommt man dort sogar Wein »prêt à boîre« in einem mit Alufolie versiegelten Gläschen. Außerdem ist er nie überfüllt, und man hat (zwangsläufig) immer einen Sitzplatz — nur spontan Verreisen ist halt schwierig, weil die Züge zu den Kernzeiten meist schon lange im Voraus ausgebucht sind. So kam es, dass wir kürzlich an einem Samstagmorgen in aller Frühe in Straßburg ankamen und meine geliebte Épicerie (schönes neues Erscheinungsbild übrigens von my Beautiful!) noch geschlossen hatte. Also sind wir in die erstbeste Bäckerei gegangen, die schon auf war: Brioche dorée. Im ersten Stock gibt es dort Tische und Stühle, und an der Wand hängen Bilder, wie es sie in jeder französischen Bäckerei gibt, die »traditionell« wirken will: schwarzer Hintergrund, handgemachte Typografie und generell auf alt getrimmt.

Eines dieser Bilder ist mir ins Auge gefallen, weil es nämlich ein Portrait meines Form-1382-Kännchens ist. Bei den anderen scheint mir allerdings ein bisschen künstlerische Freiheit mit im Spiel gewesen zu sein; zumindest gibt es da einige Details, die nicht zur Form 1382 passen — oder stellen die unteren drei Bilder vielleicht Teile aus ganz anderen Serien dar?

Beinahe wäre dieses schöne »Form 1382«-Kännchen in der Mülltonne gelandet. Da habe ich es schnell noch gerettet.
Form 1382 ist der Name eines Kaffeegeschirrs, das 1931 von Herrmann Gretsch für Arzberg entwickelt wurde und das in seiner Schlichtheit damals revolutionär war. Heute kann man Form 1382 sowohl in Museen finden, als auch ganz normal im Porzellanfachhandel kaufen, denn die Serie wird immer noch unverändert hergestellt.
Mein Exemplar ist allerdings schon recht alt. Aus dem Schriftzug der Bodenmarke kann man schließen, dass es zwischen 1931 und 1947 entstanden ist. Vielleicht stammt es ja sogar aus einer der allerersten Produktionsreihen …? Die Tatsache, dass es auf der einen Seite eine Unregelmäßigkeit in der Oberfläche gibt, werte ich jedenfalls mal als ein Indiz dafür ;)
Und wo wir gerade dabei sind, hier ist mein Lieblingsstück von Arzberg: ein circa 7 x 7 cm großes Schmuck(?)döschen in Elefantenform, das ich einmal im Mainzer Oxfam-Laden entdeckt habe. Laut Bodenmarke ist es deutlich jünger als mein Milchkännchen, aber mehr weiß ich darüber leider nicht.
