Mein Portfolio

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Seit 1998 hat Schwäbisch Hall seine eigene Art von Fastnacht. »Hallia Venezia« ist inspiriert vom venezianischen Karneval und findet immer acht Tage vor Rosenmontag statt. In aufwendigen selbstgemachten Kostümen, die sich an den »Prototypen« aus Venedig orientieren, streifen die Verkleideten stumm und geheimnisvoll durch die Altstadt. Es gibt keine Musik (zumindest die längste Zeit über) oder sonst irgendetwas, das an die rheinländische Variante mit all ihrem Krach erinnern würde.

Und dadurch, dass man absolut nicht erkennen kann, wer sich hinter den Masken verbirgt, bekommt das Ganze eine fast unheimliche Note. Fast — denn um die Maskierten herum tummeln sich Unmengen an Fotografen, die zum Teil von weit her angereist kommen. In diesem Jahr haben wir uns auch unter sie gemischt, und ich finde, es sind ein paar wirklich schöne Bilder entstanden: hier zu sehen.


{Cover-Abbildung mit freundlicher Erlaubnis des novum-Magazins}

Die novum ist eine der führenden Fachzeitschriften, wenn es um Grafikdesign geht. Die aktuelle Ausgabe 02/2010 beschäftigt sich im Schwerpunkt »novum plus« mit einem meiner Lieblingsthemen, nämlich Gestaltung für Kinder.

Und: jawoll, eines unserer Projekte wird darin auch vorgestellt! Und zwar das Erscheinungsbild, das wir für die Kita Ferschweiler entwickelt haben. Wer die novum bereits griffbereit hat — wir sind auf Seite 51. Für alle anderen Interessierten hat man uns netterweise ein PDF des Artikels zur Verfügung gestellt … und wen das Ganze nur so am Rande interessiert, kann ja ganz kurz mal einen Blick auf das folgende Zitat werfen:

»Nicht jede CI braucht einen hochkomplexen theoretischen Überbau, manchmal sind die einfachen, aber intelligenten Ideen die besten.

Ein jedes Erscheinungsbild soll die Qualität und die Philosophie eines Unternehmens widerspiegeln und zu einer positiven Identifikation einladen. Im Fall der Kita Ferschweiler gelang dies den Gestaltern Julia Pax und Ronald Scharf vom Designbüro Visuelle Zeiten in Schwäbisch Hall auf geradezu vorbildliche Weise. Sie entwickelten nicht nur eine sehr ansprechende Corporate Identity, sondern machten zudem die aktive Mitarbeit der Kinder und ihrer Betreuer zu einem zentralen Baustein ihres Konzeptes.«

{Quelle: novum — World of Graphic Design 02/10, Seite 51}

OK, zugegeben, ich bin ein bisschen stolz drauf ;)

WomenAcrossBorders

So oft nehme ich mir vor, hier ein bisschen mehr von meiner täglichen Arbeit zu zeigen — heute klappt’s mal. Im vergangenen Monat entstanden englische und französische Faltblätter sowie Plakate für eine junge Frauenhilfsorganisation aus Durban in Südafrika. Women Across Borders kümmert sich vor allem um Flüchtlingsfrauen und bringt Ihnen Lesen, Schreiben und Englisch bei, um ihnen eine berufliche Perspektive und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ein Logo und eine eigene Website hatte die Organisation zwar schon, aber um an noch mehr Menschen herantreten zu können und vor allem auch mehr Unterstützter zu finden, benötigte sie noch dringend Werbematerialien in gedruckter Form.

Last month I designed a z-fold brochure in English and French language and some posters for Women Across Borders, a young non-profit organization from Durban, South Africa. The association supports refugee women and girls by teaching them to read, write and speak English. A logo and a website already existed, but in order to reach more people and find more supporters, print materials were necessary. I’d be happy if my work could contribute a bit to the organization’s success and help to get projects moving.

visuellezeiten.de

Der Umzug dieses Blogs zu einer neuen Adresse kam gestern natürlich nicht nur einfach so, sondern es hatte einen guten Grund: wir haben nämlich eine neue Website! Ich freue mich, dass es endlich soweit ist, und noch mehr freue ich mich natürlich, wenn Ihr da mal vorbeischaut  …

Die Filmbewertungsstelle in Wiesbaden hat uns soeben mitgeteilt, dass man beschlossen hat, Ronalds Kurzfilm »Birnbaum« das Prädikat »besonders wertvoll« zu verleihen — das ist sozusagen die Bestnote:

Interessant und detailreich ist diese Erzählung mit den sparsam eingesetzten Dialogen. [...] Eine ideenreiche und unkonventionelle Mischung aus experimentellen Elementen, kunsthistorischen Anleihen, ausdrucksstarken Farben und bewussten Irritationen irgendwo zwischen Surrealismus und konkreter Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit.
[...]
Wenn man bedenkt, wie viel an diesem experimentellen Kurzfilm hätte schief gehen können, wie groß die Gefahr war, dass ein falscher Ton, ein schlecht ausgewählter Darsteller oder ein zu deutliches Zeichen ihn in manierierten Kitsch verwandelt hätte, muss man den gelungen umgesetzten, radikalen Stilwillen des Filmemachers mit dem höchsten Prädikat bewerten.

Ich freue mich riesig, schließlich war ich daran ja auch ein bisschen beteiligt. Die Schauspielerin, die man oben sehen kann, ist übrigens Malina Ebert, Kameramann war Vadim Belokovsky, Szenenbildnerin war Katrin Maria Bott, die Grafiken sind von mir :)

Diese Woche brachte der Postbote ein Päckchen mit Apfelweinflaschen von Fichtekranz. Kurz nach meinem Diplom 2006 hatte ich mit zwei Illustrationen beim Fichtekranz-Etikettenwettbewerb gewonnen, bei dem …

… Kreative aus allen Bereichen, die Apfelwein unterstützen möchten, die Möglichkeit haben, die Rückseite des Etiketts zu gestalten und ihre Inhalte durch den Apfelwein zu verbreiten.

Meine Motive zum Thema »Freunde« kamen bei den Fichtkranz-Leuten vor allem deshalb gut an, weil sie auch auf den Kopf gestellt funktionieren, also sowohl wenn die Flasche irgendwo steht, als auch während man daraus trinkt.

Und jetzt gibt es sie also endlich auch zu kaufen (sogar in der U-Bar) — juchhu!

Im Frühling hatte Underware zu einem lustigen Wettbewerb aufgerufen, in dem es darum ging, für die lauteste Band der Niederlande, Orange Sunshine, ein Platten-Cover zu entwerfen: Die Schrift »Fakir« hatte die Band, die ihr Aufnahmestudio wohl direkt unter dem Underware-Büro hat, zu zwei neuen Nummern inspiriert. Zu gewinnen gab’s die komplette Underware-Fontbibliothek — klar will ich die haben! Also hab ich mitgemacht, und vor ein paar Tagen fiel dann die Entscheidung; auch wenn die Jury meinen Entwurf eigentlich ganz schön blöd fand, bin ich doch irgendwie auf Platz vier gelandet …
[Leider kann ich nicht alles, was die drei im Video sagen, verstehen. Kann mir jemand helfen?] Naja, gewonnen hab ich dann nun doch nicht alle Underware-Schriften, aber immerhin die Fakir-Displayfonts und natürlich auch ein Exemplar der letztendlichen Platte ;)

Wie schön, dass Legosteine erfunden worden sind! Ich kenne erwachsene Männer, die sich mit ihren Kumpels zu Legonachmittagen verabreden — und mir würde sowas sicher auch Spaß machen … Heute will ich eine kleine Sammlung von Legoprojekten zeigen.


{Fotos mit freundlicher Erlaubnis von Jan Vormann}

Jan Vormann ist Student an der Hochschule für Angewandte Kunst in Sankt Petersburg. Im letzten Jahr hatte er die tolle Idee, die altersschwachen Mauern des kleinen italienischen Ortes Bocchignano, etwa eine Stunde von Rom entfernt, mit Legosteinen auszubessern.
(via Please Sir)

Der Amerikaner Brendon Powell Smith hat die Bibel mit Legofotos nacherzählt. »Das 1. Buch L.« kam 2004 auch in Deutschland heraus.

Überhaupt sind Legos sowohl bei Profi- als auch Hobbygestaltern schon seit einiger Zeit extrem beliebt; es gibt für sie sogar ein eigenes Animationsfilmgenre, den Brickfilm, (der natürlich auch bei Youtube zahlreich vertreten ist).

Und weil ich in meinem Blog doch eigentlich viel mehr von meinen eigenen Arbeiten zeigen wollte, hier ein Auszug aus einem Fotobuch, das ich während des Grundstudiums gemacht habe: die Traumhäuser verschiedener Leute, die mir damals begegnet sind.

Kristine von der Uni Osnabrück betreibt die Krimikiste, ein sehr schönes Podcast-Blog mit Krimikritiken, und in ihren »Skandinavischen Wochen« stellt sie einen meiner Lieblings-Schwedenkrimis vor, nämlich »Die Flüchtige« von Karin Alvtegen, von dem ich übrigens auch noch ein Exemplar zu verschenken hätte — bei Interesse bitte einfach melden!

Weil ich die Ermittlerfigur originell fand, habe ich Sibylla Forsenström auch in meiner Diplomarbeit in die Detektiv-Kategorie »Außenseiter« mit aufgenommen, oben die dazugehörige Doppelseite. Ein paar weitere Bilder meines Krimibuchs gibt’s hier.

Nach und nach will ich hier ein paar meiner Projekte zeigen — heute etwas, das schon ein bisschen älter ist, nämlich »Karla Müllfrau«, ein Knettrick-Filmchen, das im Sommer 2002 bei Clayart in Frankfurt entstanden ist.

Die Geschichte: Karla Müllfrau liebt ihren Beruf sehr. Insgeheim hat sie allerdings schon immer von ihrem großen Auftritt auf einer echten Bühne geträumt. Aber ausgerechnet jetzt und hier von allen beobachtet werden …? Lieber doch nicht!

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