
Unter »Typografie« wurden folgende Beiträge veröffentlicht.
Loïc Sander aus Straßburg hat mit seiner Fengardo einen sehr reich ausgebauten Freefont geschaffen, der neben Kapitälchen, Mediävalziffern und vielen Ligaturen auch einige interessante Alternativbuchstaben enthält. Momentan gibt es nur einen Regular-Schnitt, aber weitere Schriftschnitte sind bereits in Arbeit. Die Fengardo ist unter Creative-Commons 3.0 (no derivative works) lizenziert.

(via)

Pablo Impallari lebt in Argentinien, ist Webdesigner und Schriftentwickler. Mit seiner Lobster hat er einen Freefont ganz nach meinem Geschamck entworfen. Toll für Überschriften! Die aktuelle Version 1.3 enthält 74 Ligaturen und viele weitere Extras. Pablo erklärt auf der Website übrigens auch sehr anschaulich, welche besonderen Schwierigkeiten sich beim Entwickeln eines Scriptfonts ergeben und wie er diese bei der Lobster aus dem Weg räumt. Er bittet ausdrücklich um Mithilfe und Feedback, denn die Lobster wird ständig weiterentwickelt. Lizenziert unter: SIL Open Font License.
(Entdeckt habe ich die Lobster übrigens bei Jessica.)
Pablo Impallari is a web designer and font developer from Argentina. His first typeface, a free font called Lobster is a very nice script, that contains 74 ligatures, a lot more extras – and Pablo is still developing it further. It is licensed under SIL Open Font License.
(via Jessica)

Hannes von Döhren aus Berlin hat schon einige interessante Schriften entworfen, darunter auch ein paar originelle Freefonts. Die bekannteste davon dürfte wohl die Comic Serif von 2007 sein.
Bei seiner jüngsten Schrift handelt es sich um eine sehr schöne Pinselschrift, die sich zwar deutlich an den handgemalten Werbeschriften früherer Zeiten orientiert, aber auch eine moderne Note hat.
Ein Freefont ist die Reklame Script nicht. Die vier gut ausgebauten Schnitte kann man zurzeit für 99 Dollar bei MyFonts erwerben. Eine kostenlose Demoversion gibt es dort auch, allerdings fehlen dieser die Umlaute und sämtliche Sonderzeichen – wie man an meinem Bild oben erahnen kann …
(via Design made in Germany)

Was würde passieren, wenn es plötzlich nur noch ein oder zwei Schriftarten gäbe?
Dinkelsbühl macht es vor. Die bayerische Kleinstadt hat ein außerordentlich gut erhaltenes mittelalterliches Stadtbild. Um dieses nicht zu zerstören, hat man sich dort offenbar darauf geeinigt, für die Beschriftung sämtlicher Läden gebrochene Schriften zu verwenden. Da zieht selbst der Dönerladen mit! Auf diese Weise stört tatsächlich kein einziges modernes Logo den hübschen Anblick, aber bei so manchem Schriftzug musste ich doch zweimal hingucken …

Und spätestens beim China-Restaurant fängt man an, ein wenig zu schmunzeln und freut sich, dass diese Vereinheitlichung an den Stadttoren ein Ende findet.
Ab und zu stößt der untrainierte Betrachter auch überraschend an die Grenzen der Lesbarkeit. Wer kommt darauf, wie der Laden ganz unten in der Mitte heißt?
… sind mir an der alten Friedhofshalle diese beiden rätselhaft typografierten Inschriften aufgefallen. »Etwas eigenwillig«, dachte ich mir.

Aber die Lösung ist nur wenige Meter entfernt und auf einer Extra-Tafel angebracht: Wenn man die hervorgehobenen Buchstaben als römische Zahlen liest und alle addiert (ein W gilt dabei wie zwei Vs), erfährt man das Jahr, in dem die Halle gebaut wurde: 1732. Interessant!
Das nennt man Chronostichon oder auch Chronogramm.
Julian Hansen ist 22 Jahre alt, lebt in Kopenhagen und studiert an der Danish School of Media and Journalism. Dort hat er eine Übersicht entwickelt, die einem augenzwinkernd den Weg zur richtigen Schriftwahl für Logos, Einladungen, Bücher, Infografiken und so weiter zeigt – sehr amüsant.
(via graphism.fr)
PS: Bei der Danish School of Media and Journalism handelt es sich übrigens um jene Schule, für die die schöne Schrift Aller entworfen wurde und die beschloss, den Font zum freien Download anzubieten.

Was haben wir uns zu Anfang meines Studiums um die paar übrig gebliebenen Letraset-Bögen gerangelt, die damals gerade nach und nach aus den Läden verschwanden! Einige davon hüte ich hier immer noch — aber ewig halten die auch nicht … siehe Bild.
Und was lese ich nun vor ein paar Tagen bei Frau Haselmayer? Bei Veer kann man zurzeit (und offenbar noch bis Ende Februar) die sechs Schriften / Schriftschnitte Mellotron, Hooligan, Sugar Pie, Compendium, Grant Avenue bold und Pilo regular als kleine Klebebuchstaben-Kollektion geschenkt bekommen. Na dann mal los!

Heute Nacht hat es hier mal wieder ganz schön geschneit … und das ist eine gute Gelegenheit, Euch auf eine kleine Spielerei aufmerksam zu machen, die ich kürzlich über spatium entdeckt habe: Bei Typoflocke von Richard Stickel kann man aus selbstgewählten Buchstaben(kombinationen) typografische Schneeflocken erstellen.
Jessica von How about orange kennt da eine sehr gute Adresse, wo man sich vertrauensvoll hinwenden und analysieren lassen kann. Alle Infos, die man dazu braucht, findet Ihr bei ihr.

Wie sich herausstellte, bin ich ein Dot-Matrix-Typ. Äh … nun ja, das bedeutet dann wohl, dass ich noch die ein oder andere weitere Sitzung nötig habe.
änsefüßchen werden so oft falsch gesetzt wie kaum ein anderes Satzzeichen, und zwar nicht nur von Laien, sondern leider sogar von Profis. Handschriftlich hat vermutlich jeder die korrekte Form schon in der Grundschule gelernt, aber sobald man an einer Computertastatur sitzt, wird’s für die meisten schwierig. Dazu kommt dann noch, dass sich in den verschiedenen Sprachen ganz unterschiedliche Regeln herausgebildet haben.
Denjenigen, die nicht erkennen, wo in meiner Überschrift eigentlich das Problem steckt, sei Typefacts von Christoph Koeberlin aus Berlin im Allgemeinen und im Speziellen natürlich sein neuer Artikel über die Anführungszeichen empfohlen. Dort wird in spielerischer Weise erklärt, warum die eine Form richtig ist und die andere falsch, und vor allem, welches der Zeichen man wo auf der eigenen Tastatur finden kann.
Nach all der Theorie nun auch ein paar Beispiele aus der Praxis: Hier geht’s zu einem schier endlosen und meist recht amüsanten Fotoblog über den inhaltlich fragwürdigen Einsatz von Anführungszeichen (in Englisch).