Wie sieht’s denn hier aus?

David Lynch: Interview Project

Eigentlich bin ich kein großer David-Lynch-Fan. Das einzige, was ich von ihm bisher wirklich gerne mochte, ist — bezeichnenderweise — »The Straight Story« von 1999. Gerade deswegen war ich sehr gespannt auf den heutigen Start von »Interview Project« (auf das ich via bigod.net aufmerksam wurde): Lynchs Team ist dafür 20.000 Meilen durch Amerika gefahren und hat unterwegs auf den Straßen 121 Leute um ein Interview gebeten. Die Fragen, um die es geht, sind (in hübscher Max-Frisch-Manier) keine geringeren als:

»How would you describe yourself? What is the most important thing to you? What are you most proud of? Do you have any regrets? When did you first experience death? How would you like to be remembered?«

Ab heute wird also ein Jahr lang alle drei Tage wird ein weiterer kurzer Film veröffentlicht. Die Idee dazu stammt wohl übrigens von Lynchs Sohn Austin. Durchaus interessant!

2. Juni 2009: Nachschlag gefällig? Der französische Fotojournalist Yann Arthus-Bertrand, den man vor allem von »La terre vue du ciel« (»Die Erde von oben«) kennt, hatte 2003 schon eine ganz ähnliche Idee. Aus filmischer Sicht mag sein Projekt »Six milliards d’Aures«, das sich im Wesentlichen mit den gleichen Fragen beschäftigt, zwar weit weniger reizvoll sein, aus journalistischer dafür aber um so mehr. Es ist weltweit angelegt, mit 5.000 Interviews aus 75 Ländern, und jeder kann das Projekt auch noch selbst fortführen, indem er seine eigenen Antworten hochlädt.

1. Juni 2009

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