Wie sieht’s denn hier aus?

Filmtipp: koreanisches Kino

Der südkoreanische Regisseur Park Chan-wook ist mit scheinbar eher etwas brutalen Filmen bekannt geworden und hat sich dann entschlossen, mal »so eine Art romantische Komödie« zu drehen. »I’m a Cyborg, But That’s OK« ist dabei herausgekommen: Young-goon hält sich für einen Cyborg und versucht, sich nur von Batterien zu ernähren, woraufhin sie in einer Nervenklinik landet. Die Geschichte, die ein bisschen wie ein Musical erzählt wird, steckt voller origineller Ideen und ist visuell sehr stimmig und mit vielen schönen Details umgesetzt. Jede Spinnerei hat ihre besondere Logik, und der Film schafft es, dass sich am Ende alles zu einem Kreis schließt.

Dabei handelt es sich letztendlich genauso viel oder wenig um eine romantische Komödie wie bei »Science of Sleep«, aber wer diesen Film mochte, sollte sich »I’m a Cyborg« (den ich persönlich sogar besser fand) keinesfalls entgehen lassen. Im letzten Jahr gab es bei der Berlinale dafür übrigens den Alfred-Bauer-Preis für neue Perspektiven in der Filmkunst.

Obwohl eigentlich schon von 2006, wird der Film laut Filmverleih demnächst dann auch in einigen Kinos in der Nähe zu sehen sein, nämlich am 8. September im Cinemaxx Heilbronn und am 17. im Citydrome Sinsheim.

(Vielen Dank für den Tipp!)

28. August 2008

Ein Kommentar

  1. Ronald sagt:

    Sehr empfehlenswerter Film. Man bekommt beinahe Lust, seinen Urlaub in einer Nervenklinik mit all den liebevoll dargestellten Protagonisten zu verbringen. Die DVD ist übrigens sogar bei Media Markt erhältlich; man muss in der Asienabteilung zwischen den Manga-, Kriegs- und Martial Arts-Filmen suchen.


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