Wie sieht’s denn hier aus?

Urlaub: Frenchman’s Creek, Bucht und Buch

Frenchmans_Creek_Wegweiser

»Wenn der Ostwind den Fluss von Helford heraufbläst, dann wird das glänzende Wasser trüb und verstört, und die kleine Wellen schlagen verdrossen an die sandigen Ufer.«

Das ist der erste Satz des Romans »Frenchman’s Creek« von Daphne du Maurier, und ich kann ihn bestätigen …

Immer, wenn ich an einen neuen Ort komme, und es existiert ein Buch, das mit ihm verbunden ist, freue ich mich über die Gelegeneheit, diesen Ort zusätzlich noch in einer ganz anderen Dimension kennenzulernen.

So war es auch mit »Frenchman’s Creek«, einer Art Piraten-Liebes­ge­schichte, die Du Maurier 1941 veröffentlichte. Ort der Handlung ist die gleichnamige kleine, von Wald umgebene Bucht zwischen Helford und Gweek. So, wie man sich Rosamunde Pilchers Cornwall vorstellt, sieht es hier ganz und gar nicht aus – es ist matschig, schattig und feucht. Du Maurier gelingt es hervorragend, genau diese Atmosphäre einzufangen und darauf ihre Geschichte um zwei Adrenalin-Junkies aus dem 17. Jahrhundert aufzubauen.

 

Frenchmans_Creek_von_oben

Frenchman’s Creek

Frenchmans_Creek_Ebbe

Die Bucht bei Ebbe

Frenchmans_Creek_Wrack

Altes Schiffswrack (doch nicht etwa 17. Jahrhundert?)

Frenchmans_Creek_Tor

Der Weg aus der Bucht heraus

Frenchmans_Creek_Blume

Es gibt verschiedene Ansichten, woher du Maurier ihre Inspiration für das Landgut »Navron House« hatte. Ich glaube da an Trelowarren, das man vom Frenchman’s Creek aus zu Fuß erreichen kann. Trelowarren ist nicht leicht zu finden. Man muss schon gezielt danach suchen (oder, so wie wir, zufällig drüber stolpern):

 

PS: Und wer in der Gegend ist und das Verwunschene mag, sollte auch noch den Bosahan Gardens einen Besuch abstatten, wohin sich – im Gegensatz zu den beiden großen Gärten Glendurgan und Trebah – kaum ein Tourist verirrt.

24. August 2013

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