Wie sieht’s denn hier aus?

Typografie à la Dinkelsbühl


Was würde passieren, wenn es plötzlich nur noch ein oder zwei Schriftarten gäbe?

Dinkelsbühl macht es vor. Die bayerische Kleinstadt hat ein außerordentlich gut erhaltenes mittelalterliches Stadtbild. Um dieses nicht zu zerstören, hat man sich dort offenbar darauf geeinigt, für die Beschriftung sämtlicher Läden gebrochene Schriften zu verwenden. Da zieht selbst der Dönerladen mit! Auf diese Weise stört tatsächlich kein einziges modernes Logo den hübschen Anblick, aber bei so manchem Schriftzug musste ich doch zweimal hingucken …

Und spätestens beim China-Restaurant fängt man an, ein wenig zu schmunzeln und freut sich, dass diese Vereinheitlichung an den Stadttoren ein Ende findet.

Ab und zu stößt der untrainierte Betrachter auch überraschend an die Grenzen der Lesbarkeit. Wer kommt darauf, wie der Laden ganz unten in der Mitte heißt?


5 Kommentare

  1. Esther sagt:

    Army Stuff. Bin geübt, seit ich Mrs. Dalloway in gebrochener Schrift gelesen habe :o)

  2. ramona sagt:

    Army Stuff, genau. haha. Ja, ins englische packt man gebrochene Schriften ja nicht so. Hihi. Interessante Entdeckung. Nee, so gern ich gebrochene Schriften auch mag, aber in diesem Fall fehlt mir die Vielfalt.

  3. Simon Wehr sagt:

    Also China Restaurant Shanghai in ner gebrochenen Schrift ist ja wohl der absolute Oberknaller!!!

    Aber sehr spannend ist doch die Tatsache, dass die Schriften doch sehr unterschiedlich sind, nur wir diese Unterschiede nicht so wahrnehmen, solange wir nicht ganz genau hinsehen. Dinkelsbühl ist offensichtlich eine typografische Reise wert.

  4. Achim B. sagt:

    Das »Cafe Ole’« (sic!) ist aber deutlich aus der Typografenreihe gefallen.

  5. Julia sagt:

    @Achim B.: Ja, stimmt, mit den Akzenten hatte es der Maler dort nicht so. Es gab noch ein paar ähnlich falsche Beispiele, aber die habe ich Euch vorenthalten …


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